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Stadthagen/Lüdersfeld / B 65 Hier wird’s eng

Auch am Tag 2 der Vollsperrung des Verkehrsknotens B 65 ist es noch zu einigen Irritationen unter den Verkehrsteilnehmern gekommen. Und nicht zuletzt auch unter Anliegern mancher Ausweichstrecken. Denn: Die Beschilderung rund um die Baustelle war auch am zweiten Tag nicht ausreichend.

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Auch hier in Lüdersfeld – der regulären Umleitungsstrecke – ist gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer gefragt.

Quelle: rg

Stadthagen/Lüdersfeld. Das führte dazu, dass etliche Verkehrsteilnehmer, bisweilen auch 40-Tonner, von der Straße Vornhagen aus über die Gemeindestraße direkt nach Probsthagen hineinfuhren. Bei der Ortsvorsteherin Ursula Schweer stand das Telefon seit Montagmorgen kaum still. Immer wieder riefen verärgerte Anlieger der Dorfstraßen an, berichteten, dass sich Lastwagen auf den schmalen Straßen beim Wenden fast verkeilt hätten, 40-Tonner über frisch sanierte Brücken fahren, die nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zugelassen sind, und sich im Ort alles staue.
„Das ist ja auch kein Wunder, Probsthagen ist für so viel Verkehr nicht ausgelegt“, sagt die Ortsvorsteherin. Außerdem: Wenn Auswärtige über diesen Weg in den Ort hineinkämen, fänden sie keinerlei Schilder, in welche Richtung sie nun fahren müssten. „Da steht nur ein Ortseingangsschild, mehr nicht. Zu dem sowieso schon höheren Verkehrsaufkommen kommen noch diejenigen, die immer wieder im Kreis fahren, weil sie nicht wissen, wie sie wieder rausfinden.“
Bei so einem Verkehrsaufkommen sei der Marsch die Straße entlang „lebensgefährlich“. „Hier gehen schließlich auch viele Schüler entlang.“ Schweer sorgt sich außerdem um die Dorfstraßen und die neuen Brücken. „Die haben wir um Zuge der Dorferneuerung gerade saniert. Jetzt werden sie wieder kaputt gefahren.“
Dass es besonders in dieser Kurve der Straße Vornhagen zu Falschabbiegern kommt, haben auch der Landkreis und die Polizei festgestellt. Einen ersten Ortstermin hat es bereits Montagabend gegeben. Ergebnis: Die Gemeindestraße soll für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt werden und an dieser neuralgischen Abzweigung ein weiteres Umleitungsschild aufgestellt werden und den richtigen Weg weisen.
Das übernimmt nach Angaben des Straßenverkehrsamtes des Landkreises die von der Baufirma beauftragte Absicherungsfirma. Diese sei für die Verkehrsschilder verantwortlich.
Doch auch da gibt es noch Nachbesserungsbedarf: Die gelben Vorwegweiser an der Straße Sankt Annen, der Vornhäger Straße und der Ortsumgehung waren am Dienstag noch nicht mit einem Kreuz markiert. Sodass Autofahrern gezeigt wird, dass der Weg in Richtung A 2 und Bad Nenndorf gesperrt ist.
Das wiederum sei bei einer Kontrolle der Straßenmeisterei in einem Protokoll aufgenommen und die Firma beauftragt worden, die Mängel zu beseitigen. Gleichzeitig sollen an der Vornhagen-Kreuzung die drei neuen Schilder aufgestellt werden.
Obwohl sich der Berufsverkehr, vor allem auch Lastwagen, auf den zwei Umleitungsstrecken durch mitunter enge Straßen wie der Straße Am Hülsebach in Lüdersfeld quetschen muss, ist es nach Angaben der Polizei bislang zu keinen Unfällen gekommen.
Aber auch dort seien von Anliegern in Probsthagen zahlreiche Beschwerdeanrufe eingegangen. Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte Dienstagnachmittag gleich zwei 40-Tonner, die die Gemeindestraße in Richtung Probsthagen entlang gefahren sind. Die Polizisten lotsten die beiden Lastwagen dann wieder zurück.
Eine Sperrung der Straße für Fahrzeuge, die schwerer als 7,5 Tonnen sind, geht Ursula Schweer nicht weit genug. „Ich möchte, dass die Straße während der Bauarbeiten nur auf Anlieger beschränkt ist. Und dafür werde ich mich weiter einsetzen.“

Weitere B 65-Vollsperrung am Wochenende

Die Autofahrer, die von Stadthagen nach Bad Nenndorf oder umgekehrt wollen, müssen sich kommenden Sonnabend und Sonntag auf gleich zwei Vollsperrungen einstellen. Die B 65 ist nicht nur zwischen Stadthagen und Vornhagen gesperrt, sondern zusätzlich in Bad Nenndorf von der Abzweigung der B 442 („Drei Steine“) bis zur Kreisstraße 47. Auf diesem Abschnitt sollen Fahrbahnschäden ausgebessert werden. Das teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Dienstag mit.
Warum parallel zwei Vollsperrungen eingerichtet werden, beantwortete Behördenleiter Markus Brockmann auf Anfrage dieser Zeitung. „Während die A 2-Brücke Rehren saniert wurde, durften wir an der Bundesstraße 65 keine Arbeiten vornehmen, da die Bundesstraße als Ausweichstrecke ausgewiesen war. Da hat sich jetzt einiges angestaut.“
Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, wolle man nun in den Herbstferien die Fahrbahnen reparieren. Eine Umleitung für die Vollsperrung in Bad Nenndorf ist eingerichtet: Sie erfolgt über die B 442 und die K 53 über Algesdorf. Den Anliegern soll das Erreichen ihrer Grundstücke „so weit es geht“ ermöglicht werden.  vin

Das sagen SN-Leser

Auf Facebook haben einige SN-Leser ihrem Unmut über die B 65-Sperrung Luft gemacht:

  • Thorsten Goth: „Ist diese Baustelle nicht einfach nur rausgeschmissenes Geld? Wird dieser Teil nicht auch im Zuge des B 65-Ausbaus irgendwann ausgebaut?“
  • Bernd Harmening: „Na dann, wenn’s mal wieder etwas länger dauert ...“
  • Marlies Pasqua: „Ganz besonders blöd finde ich auch die unnötige Zeitverschwendung, die man an der Kreuzung (Vornhagen) vor der roten Ampel steht, weil stadtauswärts die Ampel ,Grün‘ anzeigt, obwohl von dort kein Auto (wegen Vollsperrung) kommt.“
  • Christian Greth: „Sehr schlau geplant, weil es zwischen Heuerßen und Reinsen auch noch eine Sperrung gibt. Vor allem hätte ich erst mal die Jahnstraße gemacht. Naja, Deutschland eben ... im Land der Bekloppten und Bescheuerten!“
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