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00:22 30.11.2015
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Stadthagen (bes)

Die Regelung soll für Häuser gelten, die nicht dem Denkmalschutz unterliegen.

Grundlage soll eine Erhaltungssatzung sein, deren Entwurf den Mitgliedern bei ihrer jüngsten Sitzung vorgelegt worden ist. Die Satzung ist nach Aussage von Bauamtsleiter Gerd Hegemann auch Teil des Antrags für das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.

 Folgt der Rat der Empfehlung des Bauausschusses, kann die Verwaltung auch beim Aussehen von potenziellen Neubauten ihre Vorstellungen einbringen. Ziel sei es, den Charakter der Straßenzüge zu erhalten, wie es in dem vorgelegten Entwurf für die Erhaltungssatzung heißt.

 Insbesondere für Neubauten soll es einen Kriterienkatalog geben. Dieser umfasst etwa die Abstände zu Nachbargebäuden, die Dachform, Fensterformate sowie Materialen und Farben. Zudem soll die Stadtverwaltung beim Genehmigungsverfahren den Erhaltungszustand und die Wirtschaftlichkeit berücksichtigen.

 Widerstand gegen die geplante Satzung gab es bei der Ausschusssitzung von CDU-Fraktionschef Heiko Tadge. Er halte die Vorgaben für zu eng gefasst. „Wir glauben nicht, dass alle als erhaltenswert gekennzeichneten Gebäude dies auch sind“, ergänzte Tadge. Eine zu enge Fassung der Kriterien würde die Eigentümer dazu drängen, nichts an ihren Häusern zu verändern. Daher wünsche er sich mehr Flexibilität.

 Hegemann machte deutlich, dass die Satzung bei künftigen Entscheidungen nur ein Element sein soll. Auch Faktoren wie die Wirtschaftlichkeit werden darin einfließen. „Die Altstadt braucht Wertschätzung“, ergänzte er. Diese werde nicht dadurch ausgedrückt, wenn Gebäude der Einfachheit halber abgerissen werden.

 Unterstützung bekam Hegemann von Lothar Biege (FDP). Seiner Ansicht nach zwinge die geplante Satzung keinen Hausbesitzer dazu, seine Immobilie zu erhalten. Zudem eröffne das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ die Chance auf umfangreiche Fördermittel.

 „Wir wollen Tourismus in Stadthagen. Dazu brauchen wir auch eine attraktive Innenstadt mit alten Gebäuden“, bezog Ursula Schweer für die geplante Satzung Position. Auch die SPD-Mitglieder sprachen sich für die Satzung aus.

 Zur Satzung wurde auch eine Anlage ausgearbeitet. Rund 60 Häuser werden in dieser als erhaltenswert charakterisiert. Ute Hartmann-Höhnke (SPD) machte jedoch deutlich, dass die Anlage nicht Teil der Erhaltungssatzung sei.

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