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Hitlers Schriften in der Schule

Stadthagen Hitlers Schriften in der Schule

Kaum ist das Buch auf dem Markt, schon gibt es eine große Debatte über die kommentierte Neuauflage Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat sich in die Diskussion eingemischt und betont, dass sie es durchaus für vertretbar hält, die Schrift in Auszügen im Unterricht behandeln zu lassen. Unterstützung bekommt sie dabei von den Leitern der weiterführenden Schulen in Stadthagen.

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In Stadthagen wollen die Lehrkräfte in naher Zukunft entscheiden, wie und ob sie mit der kommentierten Fassung von „Mein Kampf“ arbeiten.

Quelle: dpa

Stadthagen. Die Lehrer des Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG) erhalten für ihren Unterricht nach Angaben von Rektor Holger Wirtz „maximalen Freiraum“. „Es ist die pädagogische Entscheidung der Lehrkräfte wie, wann und in welchem Umfang das Buch eingesetzt wird“, sagt er. Der Schulleiter erklärt, dass es zwar Absprachen unter den Pädagogen geben werde, es allerdings kein Muss sei, das Buch in den Unterricht mit einzubeziehen. Und das sei auch gut so, findet Wirtz: „Es ist eine kluge Lösung, die Entscheidung uns zu überlassen, wie das Thema behandelt werden muss.“

Bei der Integrierten Gesamtschule (IGS) Schaumburg soll das Thema nach Aussage von Leiterin Astrid Budwach in der nächsten Fachkonferenz für Gesellschaftslehre angesprochen werden. Erst dann werde entschieden, ob und in welchem Umfang die kommentierte Version von „Mein Kampf“ an der IGS behandelt wird. Geplant ist, dass sich Lehrer gemeinsam mit Eltern- und Schülervertretern nach Ostern mit der Frage auseinandersetzen.

Ähnlich sieht es am Ratsgymnasium (RGS) aus. Auch dort will sich die zuständige Fachgruppe mit der Schrift befassen und sich eine Meinung bilden. Derzeit steht „Mein Kampf“ nicht auf dem Lehrplan der Schule. Wichtig sei dabei, dass die Lehrer Zeit haben, sich eingehend mit dem Buch beschäftigen zu können.

RGS-Leiterin Angelika Hasemann hält eine Besprechung der Schrift in Auszügen für durchaus sinnvoll, damit die Schüler etwas über die Rhetorik und Strategien Hitlers lernen können. In den Lehrplan passe eine solche Beschäftigung etwa für die Zehntklässler und die Oberstufe, denn dort steht das Thema Nationalsozialismus ohnehin zwei Semester lang auf dem Lehrplan. Da dieser jedoch sehr umfangreich sei, stelle sich die Frage, wie viel Umfang dem Buch tatsächlich eingeräumt werden könne. vr/bes

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