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Hitzige Diskussion um Trassenbau

Stadthagen Hitzige Diskussion um Trassenbau

„Südlink“ gut oder schlecht? Im Rahmen ihres sozialen Schulprojektes haben die Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Schaumburg Gesa Bleidissel und Nepomuk Grill zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

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Wolf von Fabek (von links) im Gespräch mit Ingo Rennert, Maik Beermann und Matthias Wantia.

Quelle: vr

Stadthagen. Teilnehmer der hitzigen Gespräche waren Wolf von Fabeck, Geschäftsführer des Solarenergie-Fördervereins Deutschland, Ingo Rennert von der Firma Infranetz, Matthias Wantia vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet sowie der hiesige CDU Bundestagsabgeordnete Maik Beermann.

„Würde man die Windenergie dort hinbringen, wo sie gebraucht wird, wären keine Netze notwendig“, stellte von Fabek seinen Standpunkt klar. Er sei gegen den Bau des „Südlinks“. Rennert, Aufsichtsratsvorsitzender des Ingenieurbüros Infranetz, stimmte seinem Sitznachbarn zu. Er halte es für sinnvoller, das Geld für den Trassenbau in das Projekt „Power to Gas“ zu investieren. Bei diesem Projekt werde das Problem, dass der mit Wind- und Solarenergie erzeugte Strom nicht speicherbar ist, behoben, indem der Strom in Gas umgewandelt werde, erklärte Rennert das Verfahren.

Wantia hingegen ist ein Verfechter des „Südlinks“. „Wir haben im Norden Niedersachsens und in Schleswig-Holstein über 30 Großkraftwerke an Windenergieanlagen stehen.“ Der Tennet-Vertreter betonte, dass es dadurch zu einer sehr großen Einspeisungsleistung im Norden komme und diese Stromleistung in die Verbrauchszentren zum Beispiel im Ruhrgebiet und weiter Richtung Bayern und Baden-Württemberg abgeführt werden müsse. Dafür sei es notwendig, dass nicht nur das Netz engmaschiger gestaltet werde, sondern auch „Stromautobahnen der ersten Güte“ – wie der „Südlink“ – errichtet werden.

Auch Beermann sprach sich für den „Südlink“ aus: „Mir ist klar, dass das nicht jedem gefällt. Aber dafür leben wir in einer Demokratie.“ Der Abgeordnete wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass ein Ausstieg zum Beispiel aus der Braunkohleindustrie ein Problem auf dem Arbeitsmarkt aufkommen ließe, da das Segment viele Arbeitsplätze vorhalte. vr

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