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Höhere Gebühren für Beschicker?

Stadthäger Krammarkt Höhere Gebühren für Beschicker?

Die Stadtverwaltung verfolgt das Ziel, die Standgebühren für Beschicker des Krammarktes zu erhöhen. Wie Gerhard Bock vom Fachbereich Bürgerdienste im Ratsausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing berichtete, sollen damit pro Jahr 8000 Euro mehr in die Stadtkasse fließen.

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Die Gebühren für Krammarkt-Beschicker könnten sich erhöhen.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Aktuell erziele die Stadt durch die Standgebühren bei der Finanzierung der Krammärkte einen Kostendeckungsgrad von 62 Prozent, erläuterte Bock: „Das erscheint uns etwas zu wenig.“ Angepeilt sei durch die geplante Erhöhung ein Kostendeckungsgrad von 85 Prozent. Erste Gespräche mit Vertretern der Marktbeschicker seien schon geführt worden. „Wir wollen das auf keinen Fall über deren Köpfe hinweg machen“, versicherte Bock. Man wolle eine Erhöhung nicht nach dem Gießkannen-Prinzip, sondern per Einzelfall umsetzen. „Wir wollen gucken, wer höhere Gebühren zahlen kann und wer nicht.“ Um wie viel sich die Gebühren im Durchschnitt erhöhen würden, sagte Bock nicht. Auch Fachbereichsleiterin Iris Freimann nannte diese Ziffer auf Nachfrage nicht.

Bei den Ausschussmitgliedern stieß der Vorstoß auf Skepsis. „Wir dürfen nicht riskieren, dass wegen einer Erhöhung Beschicker weg bleiben“, sagte etwa Merve Neumann-Tietzer (SPD): „Wir können froh sein, dass wir den Krammarkt haben.“ CDU-Bürgervertreter Detlef Schröter fügte hinzu, viele Marktbeschicker hätten ohnehin wirtschaftliche Probleme. „Eine Erhöhung wäre kontraproduktiv.“ Ausschussvorsitzender Jan-Philipp Beck (SPD) betonte, man müsse mit dem Thema „sehr sensibel umgehen“. Einen Beschluss fällte der Ausschuss nicht. Das Thema dürfte zunächst in den Fraktionen und anschließend im Finanzausschuss beraten werden.

Harald Müller steht einer Erhöhung der Standgebühren skeptisch gegenüber. Ein geringfügiger Anstieg sei generell machbar, aber „eine Forderung nach etwa 20 oder 30 Prozent wäre sehr kontraproduktiv“, so der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Stadthäger Schausteller. „Dann würden langjährige Standbeschicker abspringen und die Attraktivität des Krammarktes sinken“, ist sich Müller sicher. Erhöhte Standgebühren an den Kunden weiterzugeben, sei ebenfalls keine Option. Seit der Euroumstellung haben die Schausteller nach Angaben des Sprechers kaum Preissteigerungen durchgeführt, um sparwillige Familien und Kinder nicht zu verschrecken. ssr/js

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