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Hört die Politik die Signale aus der Tonne?

Pool Challenge Hört die Politik die Signale aus der Tonne?

Bürgermeister Oliver Theiß bewertet die Pool Challenge als großen Erfolg, der die Debatte um den Bau eines Außenbeckens neu befeuern könnte.

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Rund 220 Mülltonnen hat die Abfallwirtschaftsgesellschaft für die Pool Challenge auf dem Marktplatz zur Verfügung gestellt.

Quelle: fwi

Stadthagen. Allerdings bezweifelt der Verwaltungschef, ob durch die Aktion genügend Gelder gesammelt werden können. „Wir reden hier von einer Größenordnung von zwei bis drei Millionen Euro“, beziffert Theiß die Kosten eines Außenschwimmbeckens. „Und dabei muss man sich immer vor Augen führen, dass es mit dem Bau nicht getan ist. Zu klären ist darüber hinaus, wie mit den jährlichen Betriebskosten in Höhe von 200.000 bis 300.000 Euro umzugehen ist.“

Dennoch könne die Aktion „der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein“, so Theiß. Er sei optimistisch, dass durch die Begeisterung der Bevölkerung und die durch die Aktion zum Ausdruck gebrachte Unterstützung für ein Freibad eine politische Debatte angestoßen werde. Dabei gehe es um die Frage, ob nicht doch statt eines Bewegungsbeckens ein Außenschwimmbecken am Tropicana Priorität habe.

Mitorganisatorin Kerstin Thieler ist ebenfalls zufrieden mit der Resonanz auf die Pool Challenge. „Wir haben aufgerüttelt und viele Menschen auf die Aktion aufmerksam gemacht. Gestern stand das Telefon nicht mehr still, es haben sich mehrere Fernsehsender gemeldet, die ebenfalls über uns berichten wollen.“

Dankbar ist Thieler den Unternehmen und Künstlern, die das Equipment kostenfrei zur Verfügung gestellt und auf eine Auftrittsgage verzichtet haben. Auch die Stadtwerke haben die Aktion nach Angaben Thielers finanziell unterstützt. Für die rund 30000 Liter Wasser (das entspricht dem Fassungsvermögen von rund 220 Badewannen), die in die Mülltonnen gefüllt wurden, erhält sie zwar eine Rechnung – allerdings haben die Stadtwerke ihr im Gegenzug eine Spende zugesichert, die den von ihr geforderten Betrag übersteigen soll. Alle weiteren Kosten, wie die Leihgebühr für die Mülltonnen, habe sie aus ihrer Firmenkasse bezahlt, betont Thieler.

Dabei ist auch den Organisatoren der Pool Challenge klar, dass die Spenden für den Bau eines Außenschwimmbeckens nicht reichen werden. „Wir werden am Ende vielleicht 2000 bis 3000 Euro auf dem Konto haben“, schätzt Thieler, die sich darüber hinaus weitere Einnahmen durch das Youtube-Video von der Aktion erhofft, das zum Wochenende online gehen soll.

Als nächster Schritt sei die Gründung einer Genossenschaft oder eines Vereins geplant, um den Status der Gemeinnützigkeit zu erlangen. „Dann ist es für uns leichter möglich, bei Unternehmen um Spenden zu werben und an Fördertöpfe der EU ranzukommen“, erklärt Thieler.

Dennoch räumt sie ein: „Eine komplette Privatfinanzierung werden wir nicht hinbekommen. Wir müssen auch mit der Politik über eine Teilfinanzierung aus öffentlicher Hand reden. In jedem Fall haben wir es geschafft, die Diskussion neu anzufachen.“ Dabei ist sie sich sicher: „Wir werden in Stadthagen wieder ein Freibad haben. Und es wird keine zehn Jahre dauern.“ ber

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