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Hoffnung bei Neschen

Insolvenzverwalter optimistisch Hoffnung bei Neschen

„Es gibt Hoffnung und die ist absolut realistisch.“ So schätzt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz die Perspektive des in Insolvenz befindlichen Bückeburger Unternehmens Neschen AG ein.

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Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ist zuversichtlich, dass die Neschen AG aus der Krise geführt werden kann.

BÜCKEBURG. Er sei zuversichtlich, dass die Firma aus der Krise geführt werden und der hiesige Standort erhalten bleiben kann. Ähnlich schätzt Betriebsratsvorsitzender Heinrich Heuer die Lage ein: „Ich unterstreiche das.“

„Wenn nichts Schlimmes passiert“, so Geiwitz, „wird der angestrebte Verkauf an die Blue Cap AG hinzukriegen sein.“ Die schon für Ende Juni angestrebte Übernahme war wie berichtet kurzfristig nicht zustande gekommen. Das habe am Ende an Komplikationen durch technische Verfahrensfragen zwischen der Blue Cap AG und dem Hauptgläubiger Sandton Financing gelegen, berichtet Geiwitz.

Beide Seiten seien aber „willens, den Kauf hinzukriegen“, versichert Geiwitz. Bei den Verhandlungen gehe es unter anderem darum, wieviel Geld Blue Cap an Sandton bezahlen soll, damit diese die Grundschuld am Neschen-Grundstück freigibt.

Wie der Insolvenzverwalter schildert, hätten sich „auch schon andere potenzielle Käufer gemeldet“. Es gebe also grundsätzlich auch andere Verkaufsoptionen. Rein theoretisch schließt Geiwitz auch die Möglichkeit nicht aus, dass die Neschen AG aus eigener Kraft aus der Insolvenz heraus wieder auf eigene Beine kommt. Er macht aber deutlich: „Den Verkauf an einen kapitalstarken strategischen Investor halte ich für realistischer – das würde Sinn machen.“

Die Neschen AG sei „im Markt anerkannt“, betont Geiwitz. Das Unternehmen verfüge über „motivierte, gut qualifizierte Mitarbeiter“. Das operative Geschäft laufe derzeit „normal planmäßig“ und erwirtschafte schwarze Zahlen. „Momentan gibt es keinen Kunden, der uns verlässt“, fügt Geiwitz hinzu. „Aber die Kunden wollen natürlich irgendwann wissen, wie es weitergeht“. Deshalb strebt der Insolvenzverwalter „eine schnelle Lösung“ an. Gleichzeitig wäre die Firma aber auch in der Lage, eine längere Betriebsfortführung in Insolvenz zu gewährleisten: „Wenn das ein Jahr lang sein muss, sind wir dafür aufgestellt.“

Geiwitz versicherte, bei allen genannten Varianten für die Zukunft gehe er „nicht von einem weiteren Personalabbau aus“. Im Frühjahr waren wie berichtet 17 Mitarbeiter mit Blick auf die angestrebte Übernahme durch Blue Cap entlassen worden. Derzeit arbeiten am Bückeburger Standort 185 Beschäftigte. Ebenso gehe er davon aus, dass der hiesige Standort erhalten bleibt: „Keiner der potenziellen Kaufinteressenten hat geäußert, dass er den Standort schließen will.“

Betriebsratschef Heuer ist auf Grund „meiner Informationen, die ich von allen Seiten bekomme, sehr zuversichtlich, dass der Verkauf an Blue Cap aufs Gleis gesetzt und der Standort erhalten wird“. Die Firma stehe „sehr stabil da, wir können auch in Insolvenz eine ganze Weile überleben ohne befürchten zu müssen, in den kommenden Monaten abzuschmieren“, sagt Heuer. Wenn es weiter so stabil laufe, geht der Betriebsratschef davon aus, „dass die Beschäftigtenzahl annähernd gehalten werden kann, auch bei einem anderen Besitzer.“ ssr

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