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Horst Schroth begeistert als Lehrer Olaf Laux

Nach 20 Jahren wieder in Stadthagen Horst Schroth begeistert als Lehrer Olaf Laux

Als Horst Schroth alias „Olaf Laux“ mit roter Breitcordhose, kariertem Holzfällerhemd und brauner Weste die Aula des Ratsgymnasiums (RGS) betritt, wirkt das sehr authentisch. Am Sonnabend hat er das Publikum mit seinem Programm vollends überzeugt.

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Stadthagen. „Laux“ trägt die typische Naturleder-Lehrertasche unter seinem Arm und sehr uneitel eine Mütze mit Tatzenabdruck auf dem Kopf. Er wirkt gehetzt und hat gerade richtige Probleme: In der Kantine seiner Schule wurden Gummibärchen mit Gelatine verteilt, ohne sich Gedanken über die Auswirkungen für die muslimischen Schüler zu machen.

Horst Schroth steht auf der Bühne des RGS, wie bereits vor 20 Jahren schon einmal. Die freundschaftliche Verbundenheit zu Friedrich Lenz, Lehrer am RGS, hat ihn damals wie heute in die Aula des RGS geführt. Schroth lernte den Stadthäger Pädagogen in Sao Paolo kennen als dieser dort für ein Charity-Projekt des RGS auf Reisen war. 

Horst Schroth erschien erstmalig 1994 als Oberstudienrat Olaf Laux, Lehrer für Deutsch und Geschichte, und feierte mit dem Kult-Programm „Null Fehler“ damals große Erfolge. Mittlerweile steht „Laux“ kurz vor seiner Pensionierung und hadert immer noch mit der Frage, ob er bis zum regulären Eintrittstermin in seinen Ruhestand ausharren oder doch lieber den zahlreichen Verlockungen des Frühruhestands nachgeben soll.

Laux ist nach wie vor und mittlerweile seit 38 Jahren mit Marianne verheiratet und hasst es immer noch, von allen geduzt zu werden - sogar von Claudia Roth und Cem Özdemir, wenn auch nur von der Plakatwand aus. Auch das Schicksal seines Kollegen, der mit dem „Burn Out“, scheint „Laux“ nicht nachahmenswert - und so kämpft er sich weiter durch den Alltag an seiner Hamburger Schule und lebt mit den unzähligen Vorurteilen, denen die Lehrer heutzutage ausgesetzt sind. Auf der Beliebtheitsskala der Berufe in Deutschland rangiert der Lehrer schließlich nach „Laux'“ Ausführungen ganz unten – noch nach Bankern, Bischöfen und Serienmördern, aber immerhin noch vor den Politikern.

Schroth ließ sich auf sein Publikum ein und bescherte den Zuhörern einen heiteren und kurzweiligen Abend. Der 1948 in Oberfranken geborene und in Baden-Württemberg aufgewachsene Kabarettist lebt mit seiner Frau und seinen Hunden am Stadtrand von Hamburg und spielt dort oft in seinem Stammhaus, dem „St.-Pauli-Theater“. lok

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