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IGS-Oberstufe künftig an zwei Standorten

Zu viele Schüler IGS-Oberstufe künftig an zwei Standorten

 Die Oberstufe der IGS Schaumburg muss künftig an zwei Standorten arbeiten. Der elfte Jahrgang wird ab dem kommenden Schuljahr nicht im angestammten Gebäude Hinter der Burg im Stadtzentrum untergebracht, sondern im Obergeschoss der Hans Christian Andersen-Schule (HCA) an der Schachtstraße. 

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In das Obergeschoss der Hans Christian Andersen-Schule soll der elfte Jahrgang der IGS-Oberstufe einziehen. rg

Stadthagen. Hintergrund der Trennung: Die Stadthäger Gesamtschule verfügt kreisweit über die einzige IGS-Oberstufe und nimmt daher auch Schüler aus den IGSen in Helpsen, Rodenberg und Rinteln auf, seitdem diese über zehnte Jahrgänge verfügen. Das führt seit dem laufenden Schuljahr zu einer Achtzügigkeit. Dieses ist vom Kreistag politisch so gewollt, weil eine große Oberstufe ein Maximum an Wahlmöglichkeiten anbieten kann.

 Doch mit Blick auf die kommenden Schuljahre sprengt der Zulauf die räumlichen Kapazitäten Hinter der Burg. Dort nutzt die IGS Oberstufe ohnehin schon einige Räume der benachbarten Oberschule Am Schlosspark, zudem sind Container im Einsatz.

 Auf der Suche nach weiteren Räumen ist die Kreisverwaltung in der HCA fündig geworden. Diese Förderschule mit Schwerpunkt Lernen wird immer kleiner, da die Schüler im Zuge der Inklusion zunehmend an allgemeinbildende Schulen gehen. Daher steht das Obergeschoss der HCA leer.

 Dieses wird nach Auskunft von Kreisbaudezernent Fritz Klebe demnächst mit einem Aufwand von 420000 Euro umgebaut, um es für den elften Jahrgang der IGS nutzbar zu machen. Neu geschaffen werden müssen ein Lehrerstützpunkt, ein Gruppenraum, ein naturwissenschaftlicher Fachraum sowie eine Fluchttreppe mit Blick auf den Brandschutz.

 Die Unterbringung des elften IGS-Jahrgangs an der HCA sei „in völligem Einvernehmen mit den beteiligten Schulen“ vereinbart worden, sagte Kreisschuldezernentin Katharina Augath. Auf Nachfrage fügte sie hinzu: „Es wäre zwar am schönsten, die IGS-Oberstufe weiter an einem Standort zu haben, aber die Lage zwingt uns zu dieser Maßnahme“. Die Auslagerung sei aber „nicht problematisch“. Die elfte Klasse unterscheide sich vom zwölften und 13. Jahrgang, weil dieser noch nicht über ein ausgeprägtes Kurssystem verfüge. Daher sei eine räumliche Abtrennung organisatorisch und pädagogisch vertretbar. Dazu komme als Vorteil durch die direkte Nachbarschaft der HCA zum IGS-Hauptstandort an der Schachtstraße eine enge Anbindung an die IGS-Mittelstufe, ergänzte Augath.

 Eine „kleine Verbesserung“ sieht auch der stellvertretende IGS-Leiter Ernst-Peter Blatt. Mit dem elften Jahrgang rücke ein Teil der Oberstufe an den IGS-Hauptstandort heran. Etliche der Pendelfahrten von Lehrern, die sowohl an der Mittel- als auch an der Oberstufe unterrichten, könnten künftig entfallen: „Das ist eine Erleichterung.“ Auf Dauer erachte es seine Schule aber „als schwierig, die Oberstufe an zwei Standorten zu haben“, fuhr Blatt fort: „Wir würden uns wünschen, dass langfristig auch der Rest der Oberstufe zu uns an die Schachtstraße kommt, wie auch immer.“

 Auch Klebe vermutet, „dass aus der Schule oder aus der Politik irgendwann die Forderung kommt, für die IGS-Oberstufe an der Schachtstraße neu zu bauen.“ Dem stände Augath freilich ablehnend gegenüber. „Einen Neubau sehe ich nicht als zwingend an in Abwägung mit anderen anstehenden Schulbauprojekten im Kreis.“ ssr

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