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Stadthagen Stadt "Im Auftrag der Kanzlerin"
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt "Im Auftrag der Kanzlerin"
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00:16 06.12.2016
Kabarettistin Simone Solga hat den direkten Draht zur Bundeskanzlerin. Quelle: fwi
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Stadthagen

Eberhardt aus Sachsenhagen, ein Kabarettfan aus dem Publikum, wurde von Solga auserwählt, per Smartphone fotografiert, und seine Daten der Kanzlerin gemeldet, „ denn der Abend sei nur als Kabarettabend getarnt“, sie müsse ja Stimmungen des Volkes an ihre Chefin melden.
Eberhardt wurde zum „Fragenbeauftragten“ ernannt und Solga widmete ihm sogar am Ende der Show den hingehauchten Chanson „Ich will Dich…“

"Die blau-weißen Alpentaliban"

In einem atemberaubendem Sprachtempo steuert die Kabarettistin durch die bundesdeutsche Politikerszene, fordert, dass Steuerverschwendung endlich auch zu einem Straftatbestand werden sollte. Sie zieht über Trump her und meint „Christopher Columbus wäre cool gewesen, wenn er damals Amerika entdeckt hätte, es aber keinem weiter erzählt hätte.“ Weiter geht es mit den Politikern aus Bayern, den weiß-blauen Alpentalibanen und nannte Horst Seehofer, „ das bayerische Standgebläse.“

Die Kanzlerin über ihre Parole "Wir schaffen das" zum Thema Flüchtlingskrise: „ Eskalieren wird das wohl erst, wenn alle einen Telekomanschluss beantragen.“

Rassismus in der Mitte der Gesellschaft

Die gesellschaftliche Stimmung findet Solga hysterisch und sieht die Meinungsfreiheit über den Jordan gehen. Der Rassismus sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Sie spricht über die Gentrifizierung der Gesellschaft, einem Strukturwandel, wodurch sich in Städten in bestimmten Vierteln durch Abwanderung ärmerer und Zuzug wohlhabenderer Bevölkerungsgruppen zunehmend Hot Spots entwickeln, die fast unbezahlbar werden.

Solga verkündete detaillierte Auswertungen über Stadthagen und seine Bürger, das Abschneiden im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Hier würden sich deutliche Rechtschreibschwächen zeigen. Die Stadthäger könnten zwar überdurchschnittlich gut rechnen, aber die Ergebnisse nicht lesen können.

Stürmischen Applaus gab es nach der Pause für die vorgetragenen Lieder „ Die Trojaner“ und „Merkels Schlaflied“.

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