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Im Detail rekonstruiert

Zeichnungen vom Franziskanerkloster Im Detail rekonstruiert

Eine schöne Bescherung hat die Stadt am Tag vor Heiligabend erlebt: Der bildende Künstler Theodor Vollmer aus Lauenau schenkte dem Museum Amtspforte vier Handzeichnung, auf denen er den Grundriss und drei Hausansichten des ehemaligen Franziskanerklosters dargestellt hat – so, wie es ausgesehen haben könnte.

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Oliver Theiß (von links) und Susanne Slanina freuen sich über die Zeichnungen von Theodor Vollmer. 

Quelle: sk

Stadthagen. . Die Zeichnungen sind besonders interessant, weil der Gebäudekomplex bis auf einen prägnanten Rest, den heute noch genutzten Chorraum der Klosterkirche, nicht mehr existiert. Das Kloster, geweiht 1500, hat nur kurze Zeit bis zur Reformation Franziskanermönche beherbergt, danach ebenfalls nur wenige Jahre lang die erste Universität Schaumburgs. Im 17. Jahrhundert wurde der Klosterkomplex fast vollständig abgetragen.

„Das ist schon sehr beeindruckend. Es sieht aus wie vergilbte Schwarz-weiß-Darstellungen“, gab Bürgermeister Oliver Theiß am Dienstag im Museum seinen ersten Eindruck von den Zeichnungen wieder. Vollmer hat Grundriss und Außenansichten in sogenannten Gouache-Farben sehr fein mit exakt gezogenen Linien und maßstabgetreu dargestellt. Die Detailtreue des Künstlers beruht jedoch nicht auf überlieferten jahrhundertealten Ansichten, sondern ist rekonstruiert, teilweise nach Klosteranlagen der Umgebung, zum Beispiel in Möllenbeck.

Besonders interessierte Vollmer die Lage der sogenannten Kettenbibliothek, die er im ersten Obergeschoss verortete. Diese stand im Mittelpunkt eines Vortrags, anlässlich dessen Vollmer 2007 die Zeichnungen anfertigte. Zur Rekonstruktion der Klosteransichten untersuchte der Lauenauer damals außerdem den Dachstuhl und das Mauerwerk des noch vorhandenen Kirchenteils. Weiterhin gab der älteste Stadtplan Stadthagens, der Houpeplan von 1784, Auskunft über heute nicht mehr vorhandene Gebäudeteile.

Die vier Zeichnungen, für die Theiß sich als Bürgermeister herzlich bedankte, soll laut Museumsleiterin Susanne Slanina in die Dauerausstellung des Museums aufgenommen werden.  sk

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