Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
„Imageschaden entstanden“

Kita: Eltern befürchten Schließung „Imageschaden entstanden“

In der Elternschaft des Kindergartens „Wunderland“ in Obernwöhren gibt es Sorgen, die Kita könnte eines Tages geschlossen werden. Grund ist eine Aussage aus dem Stadthäger Kindergarten-Ausschuss. Dort sei gesagt worden, dass Kita-Plätze in Obernwöhren derzeit nicht so nachgefragt seien.

Voriger Artikel
Geldsegen für Kinderhilfswerk
Nächster Artikel
Kandidaten streiten wegen Inklusion

Eltern sorgen sich um die Zukunft vom „Wunderland“.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Der Elternsprecher Axel Ludewig hat sich deswegen in einem Brief an Bürgermeister Oliver Theiß gewandt. Dieser bezeichnet die Ängste der Eltern auf Anfrage als vollkommen unbegründet. Derzeit gibt es im „Wunderland“ eine Gruppe mit 15 Kindern. Nach Darstellung von Ludewig hätte die Kita räumlich die Kapazität für eine zweite Gruppe, allerdings müsste dann eine dritte Erzieherin eingestellt werden.

Äußerung sorge für Image-Schaden

Ludewig fragt sich angesichts stadtweit fehlender Kita-Plätze, „warum die Stadtverwaltung nicht stärker Plätze im Kindergarten Obernwöhren vergibt“. Denn „immerhin befinden sich hier die meisten noch verfügbaren Kindergartenplätze im ganzen Stadtgebiet“. Den Elternsprecher ärgert zudem, dass die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Kindergarten-Ausschusses des Rates bekundet hatte, die Kita-Plätze in Obernwöhren seien nicht so nachgefragt. Durch derlei Äußerungen entstehe für die Kita „ein Imageschaden“, so Ludewig. Das Ganze münde in Teilen der Elternschaft in die „Angst, dass der Kindergarten in Obernwöhren an Bedeutung verliert oder gar geschlossen wird“.

Die angesprochene Äußerung sei missverstanden worden, sagt Bürgermeister Theiß auf Anfrage. Die Feststellung, das „Wunderland“ sei nicht so nachgefragt, habe nichts mit dem Kindergarten als solchem zu tun. „Der Grund dafür liegt einzig und allein in der Entfernung von der Kernstadt.“ Fehlende Mobilität oder nicht vorhandener Wille sorge bei vielen Eltern in der Kernstadt dafür, dass sie einen freien Platz in Obernwöhren nicht annehmen und im Zweifel lieber länger auf einen Platz in der Kernstadt warten.

Überlegungen in Sachen altersübergreifende Gruppe

Theiß versicherte, die Verwaltung biete Plätze „in Obernwöhren mit genau demselben Nachdruck an wie in jeder anderen Kita“. Der Verwaltungschef fügt freilich hinzu: „Wir können aber niemanden nach Obernwöhren zwingen.“ Theiß sagte zu, „bei entsprechender Nachfrage werden wir in Obernwöhren sofort eine zweite Gruppe aufmachen“. In diesem Zusammenhang werde aktuell überlegt, „eine altersübergreifende Gruppe aufzumachen“, das heißt, auch Krippenkinder zuzulassen. „Das würde die Attraktivität des ,Wunderlandes‘ sicher noch erhöhen.“

Der Bürgermeister betont abschließend, die Sorge von Eltern, „das Wunderland“ könnte geschlossen werden, sei „vollkommen unbegründet“. Theiß betont: „Eine Schließung ist absolut ausgeschlossen.“ ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Personal für Kinderbetreuung fehlt
Die Mitarbeiter in der Kita Regenbogenhaus wollen mehr Kollegen, um den Kindern besser gerecht zu werden.

Mehr Personal wird es für die Kindertagesstätte Regenbogenhaus der evangelisch-lutherischen St.-Martini-Gemeinde in Stadthagen vorerst nicht geben – zumindest wenn es nach der Verwaltung geht. Der entsprechende Antrag der Gemeinde soll nun doch bis nächstes Jahr zurückgestellt werden.

mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr