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Immer mehr Autos in der Fußgängerzone

Stadthagen Immer mehr Autos in der Fußgängerzone

Die Verbote und Ausnahmeregelungen für das motorisierte Befahren der Fußgängerzone in Stadthagen „kommen auf den Prüfstand“. Das hat Iris Freimann, in der Stadtverwaltung Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, bestätigt.

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Immer häufiger sind in jüngerer Zeit motorisierte Fahrzeuge in der Fußgängerzone zu sehen.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Anlass ist die Beobachtung, dass seit einiger Zeit immer mehr Taxis, Lieferwagen, aber auch Privatautos durch die Fußgängerzone fahren, wie die städtische Pressesprecherin Bettina Burger erläuterte.

So sehen die Regelungen aus: Grundsätzlich ist die Fußgängerzone für motorisierten Verkehr gesperrt. Ausnahme ist erstens der Lieferverkehr, der zwischen 6 und 11, zwischen 14 und 15 und zwischen 18 und 19 Uhr erlaubt ist. Zweitens dürfen Taxis fahren, wobei Burger mit Blick auf diese präzisierte: „Diese Regelung zielt natürlich eigentlich stillschweigend begrenzt auf den Transport und das Absetzen von schwerkranken oder behinderten Personen in der Fußgängerzone.“

Mark Tetzlaff, Sprecher des Wochenmarkt-Beirats, weiß davon ein Lied zu singen. Sein Stand steht vor der Sparkasse, also in der „Durchfahrt“ zwischen Kloster-, Markt- und Echternstraße. „Es fahren hier Taxis ohne Ende“, schildert er, „und zwar offenkundig auch ohne Passagiere innerhalb der Fußgängerzone abzusetzen“. Er sehe aber auch Post- und Paketdienstautos sowie Privatwagen, „und zwar etliche auch zwischen 11 und 14 Uhr, wo es völlig verboten ist“. Der Beiratssprecher hat auch schon einige „für die Marktkunden gefährliche Situationen gesehen, die müssen manchmal sehr spontan sozusagen den Hintern einziehen“.

An einem einzigen Wochenmarkttag habe er schon weit über hundert Durchfahrten gezählt, berichtet Tetzlaff: „Viele Marktbeschicker sind mit dieser Lage unzufrieden.“ Beobachtungen und Kritik über zunehmenden motorisierten Verkehr in der Fußgängerzone höre man auch von anderen Seiten, räumte Burger ein.

„Wir nehmen uns dieses Themas umfassend an“, kündigte Freimann namens der Verwaltung an. Dabei stelle sich die zentrale Frage, „ob die bestehenden Regelungen konsequenter durchgesetzt oder ob sie vielmehr geändert werden müssen.“ Noch vor Ostern ist ein Gespräch zwischen Stadtverwaltung und Polizei anberaumt. „Die City-Wache spielt dabei auch eine wichtige Rolle“, sagte Burger. Es seien verschiedene Interessen „bestmöglich aufeinander abzustimmen“. Das gelte für einen optimalen Charakter einer Fußgängerzone, aber auch für die Anlieferung von Waren und die Belange der Taxiunternehmen.

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