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Immer noch kein WLAN für Stadthagen

Zwei Angebote liegen vor Immer noch kein WLAN für Stadthagen

Vor rund einem Jahr hat die CDU zum ersten Mal freies WLAN für die Innenstadt gefordert. Seit Mitte März gibt es dieses Angebot – ein paar Kilometer weiter östlich in Bad Nenndorf. CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge ist sauer.

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Quelle: rg

Stadthagen. „Wir sind kein Stück weiter“, schimpft der Christdemokrat. Besonders wurmt Tadge, dass er von der hiesigen CDU zusammengetragene Informationen wie eine Kostenschätzung seinem Parteifreund Mike Schmidt weitergegeben hatte; nach eigenen Angaben Wochen, nachdem er dieselben Daten der Stadthäger Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt hatte.

Der Grund für Tadges Stimmung: Die Kommune des Kollegen Schmidt, seines Zeichens Stadtdirektor von Bad Nenndorf, verfügt inzwischen über eine City mit frei zugänglicher Internetverbindung. „Und in Stadthagen musste die CDU erst darauf drängen, dass es in den Haushalt 2016 eingetragen wird, obwohl praktisch alle sich dafür ausgesprochen hatten“, moniert der Ratsherr. Aktueller Stand in der Kreisstadt: Die Verwaltung will die Politik im Wirtschaftsausschuss am 5. April über zwischenzeitlich eingeholte Angebote informieren.

„Wir arbeiten das Thema in Stadthagen Schritt für Schritt ab“, erklärt der Stadthäger Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Es habe Besichtigungstermine mit Anbietern gegeben. „Die genaue Kenntnis der Gegebenheiten war Voraussetzung für das Erstellen der Angebote“, sagt der Wirtschaftsförderer.

Zwei Angebote zweier Unternehmen für die „kleine Lösung“ lägen vor, auf Vorschläge für die große warte man noch. Außerdem habe man sich noch bei einem Drittanbieter erkundigt und warte auf dessen Rückmeldung. Zudem habe die Verwaltung auf Wunsch der Politik eine Umfrage beim Stadthäger Handel durchgeführt über dessen Bereitschaft, das Projekt zu unterstützen.
„Wie dieser Prozess in Bad Nenndorf geführt worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis“, bekennt Masurek.

„Ich hatte schon im Wahlkampf erklärt, dass ich mir das gut für Bad Nenndorf vorstellen kann“, erklärt Mike Schmidt. Die Unterlagen des Parteikollegen Tadge seien eine gute Grundlage gewesen. Im Mai vergangenen Jahres habe Schmidt beim Nenndorfer Unternehmerfrühstück die Firma kennengelernt, die das Projekt dann auch für Bad Nenndorf umgesetzt hat.

Um Sponsoren habe Schmidt sich selbst gekümmert. Ein Drittel der Kosten in Bad Nenndorf wird von zwei Volksbanken und der Sparkasse getragen. Schmidt: „Ich habe die einfach angerufen.“  jcp

Die kleine und die große Lösung

Kleine Lösung: Betrifft den Marktplatz. Erfahrungen anderer Städte zeigen laut Wirtschaftsförderer Lars Masurek, dass der zentrale Innenstadtbereich auch der Hauptnutzungsbereich ist. Die Hardware im Bereich des Marktplatzes ließe sich einfach installieren. Die kleine Lösung sei nicht nur in Bezug auf die Installation, sondern auch die laufenden Kosten die günstigere. Und: Sollte das freie WLAN ordentlich genutzt werden, wäre es möglich, das Angebot im Nachhinein auszuweiten.
Große Lösung: Bezieht vom Marktplatz abgehende Straßen mit ein. Geschäfte und Gastronomie sollen so vom Service profitieren können. Wegen der deutlich größeren räumlichen Verbreitung liegen aber sowohl die Installationskosten wie auch die laufenden Kosten deutlich höher.

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