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In den Schuhen von Anne Frank

Berliner Theater in der IGS In den Schuhen von Anne Frank

Eine drastische Inszenierung, die nicht am Bühnenrand endete, haben die Schüler der Integrierten Gesamtschule Schaumburg (IGS) erlebt. Das Berliner Theater Scheselong unter der Leitung von Regisseur Cüneyt Ogan brachte mit nur zwei Darstellerinnen und wenigen Requisiten ihre Interpretation des Tagebuchs der Anne Frank auf die Aulabühne.

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Jolla Chlechowitz (links) und Lisa Blaschke wirbeln in einer intensiven Darbietung über die Aulabühne der IGS.

Quelle: geb

Stadthagen. Neben einem riesigen Hakenkreuz-Banner, dass die Theatergruppe explizit auf keinem Foto wiederfinden wollte, erweckten Jolla Chlechowitz und Lisa Blaschke die Gefühlswelt des jüdischen Mädchens in ihrem Amsterdamer Versteck zum Leben. Mal preschte Blaschke uniformiert durch das Publikum und konfrontierte die Zuhörer brüllend mit Verboten für Juden, mal kicherten die Schauspielerinnen mädchenhaft.

Im Rahmen eines ganzen Workshop-Tages setzten sich die Schüler der vier Klassen des neunten Jahrgangs und des Kurses Darstellendes Spiel des elften Jahrgangs mit dem Schicksal Franks auseinander.

„Über eine anschließende Diskussion und eigene Inszenierungen können sich die Schüler selbst einmal in ihre Lage versetzen“, erklärte Fachbereichsleiter Klaus Reinartz-Franke den Gedanken hinter der Aktion. Besonders aktuelle Bezüge zu den Themen Flucht, Exil, Vorurteile und rechtsextremistische Propaganda werden dabei hervorgehoben.

Das Konzentrationslager Bergen-Belsen, in dem Anne Frank 1945 starb, werden die Schüler im April mit eigenen Augen sehen können. Schon vor zehn Jahren tat sich die IGS als lokaler Vorreiter bei der „Schule ohne Rassismus“-Kampagne hervor. geb

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