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Integration auf die lange Bank geschoben

Keine Einigung Integration auf die lange Bank geschoben

Das Integrationskonzept wird in Stadthagen nicht vor März fertiggestellt sein, das ist seit der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses klar. Denn die Mitglieder konnten sich nicht auf eines der drei dort vorgestellten Angebote für die Erstellung eines solchen entscheiden.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Diese sollen nun in den Fraktionen diskutiert und bei der nächsten Sitzung am 17. August beschlossen werden. Alle Agenturen sehen eine Mindestausarbeitungszeit von sechs Monaten vor.

Bei der Diskussion wurde deutlich, dass die Politik offenbar grundsätzlich unterschiedlicher Auffassung ist, wofür das Konzept überhaupt dienen soll: Maßnahmen für eine gelungene Integration aufgreifen und den grundsätzlichen Bedarf an einer Integrationsbeauftragten darstellen – oder für diese Stelle den Aufgabenrahmen skizzieren.

Vorgestellt haben sich: die Sozialagentur Cluster aus Hildesheim (vom Stadthäger Christian Köpper in Hildesheim gegründet), die lokalen Akteure vom Hof Windheim, die erst kürzlich das Inklusionsnetzwerk aufgebaut haben, sowie „Mensch und Region“ aus Hannover. Allen drei Konzepten ist gleich, dass die Akteure vor Ort, die bereits Flüchtlingsarbeit betreiben, mit ins Boot geholt werden sollen – in einer Arbeitsgruppe (Cluster), einer Steuerungsgruppe (Hof Windheim) und Workshops (Mensch & Region).

„Wir haben den Eindruck, dass hier jeder stark für sich selbst arbeitet, diese Fachkompetenzen wollen wir bündeln“, sagte Köpper . Andreas Landmann, Geschäftsführer der Hof Windheim gGmbH, erweckte das Interesse der Mitglieder vor allem mit seiner Aussage, als gemeinnützige Institution auch Drittmittel für das Projekt einwerben zu können. Und Birgit Böhm („Mensch und Region“) nahm bei ihrem Konzept auch die Gesamtstrategie mit in den Blick, in das sich das Integrationskonzept einfügen solle.

15.000 Euro für die Entwicklung

Die Politik hat für die Entwicklung 15.000 Euro zur Verfügung gestellt, alle drei Angebote seien in diesem Rahmen geblieben, erklärt Projektkoordinatorin und Gleichstellungsbeauftragte Günes Tezcan. Einzelheiten dürfe sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen und auch die komplette Ausarbeitung sei aktuell nicht öffentlich.

Ihren Favoriten wollte Tezcan trotz Aufforderung der Ausschussmitglieder nicht nennen: „Das hat die Politik zu entscheiden.“ Jedes Angebot habe seine Vorteile, „Cluster ist eher wissenschaftlich aufgebaut, das Konzept ist rund und hat mich gleich angesprochen.“ Der Hof Windheim habe den Vorteil, vor Ort gut vernetzt zu sein, und „Mensch und Region“ wolle die Verwaltungsstrukturen interkulturell öffnen. Ihr sei es bei der Auswahl der Anbieter darum gegangen, ein möglichst breites Spektrum aufzuzeigen. Sie finde es jedoch äußerst bedauerlich, dass die Umsetzung in weite Ferne rücke, obwohl schon zum Jahreswechsel 2016/2017 über das Thema gesprochen worden sei und die Konzepte auch schon im März vorlagen.

Auch Pawlik, der das Thema Integration gerne bei einer Stabsstelle in der Verwaltung aufgehoben wüsste, wäre eine schnelle Entscheidung zwar lieber, „aber ich fände es gut, wenn wir eine gemeinsame Lösung finden könnten“.

Ingrid Bodenstein (CDU) stellte das gesamte Konzept infrage: „Wenn ich in ein fremdes Land ziehe, muss ich mich ja auch integrieren und erwarte nicht, von höchster Stelle angesprochen zu werden.“ col

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