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Interesse am Bürgerprotest lässt nach

Asphalt-Mischwerk Interesse am Bürgerprotest lässt nach

Es ist ruhiger geworden um die Bürgerinitiative Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk (BI). Ein nachlassendes Interesse der Bevölkerung an den Aktivitäten der Initiative hat deren Vorsitzender Lothar Kutzinski eingeräumt. Gleichwohl betonte er die Notwendigkeit der weiteren Existenz der BI, um den Betrieb des Mischwerks zu beobachten und Verbesserungen zu erreichen.

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Stadthagen. Die im Vergleich zu der Zeit vor der Inbetriebnahme des Mischwerks zurückgegangene Unterstützung in der Bevölkerung ist für Kutzinski nicht überraschend. „Das ist doch ganz normal“, sagte er auf Anfrage, „dass das Interesse nachlässt, wenn es nicht mehr darum geht, die Anlage zu verhindern, sondern nur noch mögliche Verbesserungen zu erreichen und den Betrieb zu beobachten.“

Die aufgezeigte Tendenz spiegelt sich konkret auch in der Mitgliederzahl der BI wider. Zu Spitzenzeiten hat die BI nach Angaben von Kutzinski 200 Mitglieder gezählt, aktuell sind es nur noch 170. Dabei handele es sich zumeist nicht um aktiv betriebene Austritte, sondern um das Erlöschen der Mitgliedschaft wegen ausgebliebener Beitragszahlungen. „Ich vermute aber, dass viele von den Betroffenen sich nach Inbetriebnahme des Mischwerks gesagt haben: Die Sache ist für mich erledigt, weil man jetzt sowieso nichts mehr dagegen tun kann“, erläuterte der BI-Vorsitzende.

Der Vorstand fühle sich aber durch die genannte Entwicklung keinesfalls entmutigt, betonte Kutzinski. Das Engagement werde mit unverändertem Nachdruck aufrecht erhalten.

Dass das Asphalt-Mischwerk in der Bevölkerung nach wie vor ein Thema sei, zeigt sich nach Darstellung von Kutzinski am Geruchs-Kataster auf der Homepage der BI. In dieses würden regelmäßig Geruchsbelästigungen eingetragen und an das Gewerbeaufsichtsamt weitergeleitet. „Immer wenn es in der Stadt stinkt, werden wir auf das Thema angesprochen, und zwar nicht nur von BI-Mitgliedern, sondern auch von vielen anderen verärgerten Bürgern“, berichtet der BI-Vorsitzende.

Für die Beseitigung dieser Geruchsbelästigungen gibt es nach Auffassung der BI durchaus ein Rezept. Die Betreiberfirma Ahrens könnte die Beladungsanlage, bei deren Nutzung die Duftwolken jeweils anfallen, durch einen Mantel einhausen, nennt Kutzinski den Vorschlag. „Allerdings sind wir dabei auf das Entgegenkommen der Firma angewiesen, denn verpflichtet zum Bau einer solchen Einhausung ist sie nicht.“

Ein weiteres wichtiges Thema für die BI ist laut Kutzinski die Sorge, dass das zulässige Abgasvolumen der Anlage von 49500 Kubikmeter pro Stunde nicht eingehalten wird. Das sei wichtig wegen der damit verbundenen Menge an ausgestoßenen Schadstoffen wie etwa Quecksilber. „In dieser Frage besteht noch Klärungsbedarf“, unterstreicht Kutzinski. Die BI sehe das Gewerbeaufsichtsamt „in der Pflicht, den Nachweis zu erbringen, dass die vorgeschriebene Menge tatsächlich eingehalten wird“. Die BI stehe hierüber mit der Behörde in intensivem schriftlichen Kontakt.

Die BI sei weiterhin bestrebt, dazu beizutragen, dass auf der Bergehalde nur unbelasteter Bodenaushub eingelagert wird, fuhr Kutzinski fort. „Wir weisen die zuständigen Behörden, also den Landkreis und die Stadt, immer wieder öffentlich darauf hin, dass dies intensiv beobachtet werden muss.“ Regelmäßige behördliche Kontrollen seien hier dringend angezeigt.

Zwischenzeitlichen Spekulationen, dass aus der Mitgliederschaft der BI eine Wählerinitiative für die nächste Kommunalwahl im September 2016 entstehen könnte, erteilte Kutzinski eine Absage: „Da gibt es keinerlei Bestrebungen.“ ssr

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