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Interkulturelle Wochen gegen Fremdenangst

Stadthagen Interkulturelle Wochen gegen Fremdenangst

Angesichts hunderttausender Flüchtlinge und der Diskussion um Zuwanderung dürften die 9. Interkulturellen Wochen vom 22. September bis 4. Oktober eine besondere Herausforderung für den Arbeitskreis Interkulturelle Wochen in Schaumburg sein. Ängste abbauen und miteinander in Kontakt treten – keine leichte Aufgabe, aber eine die lösbar ist, sind sich die Sprecher der mitwirkenden Organisationen sicher.

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Ursula Büthe (hinten, von links), Klaus Strempel und Jan-Peter Hoth wollen gemeinsam mit Dagmar Sever (vorne links) und Magdalena Koller interkulturelle Begegnungen ermöglichen und ein Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus setzen.
 

Quelle: tbh

Stadthagen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sehr viel Sorge bei den Flüchtlingen herrscht, die die Schlagzeilen wahrgenommen haben“, sagt Klaus Strempel vom Kulturzentrum Alte Polizei. Vor Ort hingegen seien, trotz berechtigter Sorgen, die Erfahrungen häufig positiv gewesen. „Wir haben auch in Schaumburg Nazis, aber der Alltag der Begegnungen ist weit gediegen.“

Einmal im Jahr möchte der Arbeitskreis mit einem reichhaltigen Programm ein Signal für Begegnung und Verständigung und gegen Diskriminierung und Rassismus setzen. Begegnungen schaffen, das steht im Mittelpunkt der Angebote während der Interkulturellen Wochen unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ Dagmar Sever von der Koordinationsstelle für Migration und Teilhabe beim Landkreis betont: „Wege aus der Angst kann es nur durch Begegnung geben.“

Seit neun Jahren engagieren sich die mitwirkenden Organisationen für Teilhabe und schaffen Angebote wie das wöchentliche Treffen im „Café International“ im Kulturzentrum oder den Interkulturellen Frauentreff im Familienzentrum. Die Ablehnung, die in manchen Gemeinden zu finden sei, ist nach Worten von Strempel auch darauf zurückzuführen, „dass im Vorfeld nichts getan wurde“.

Wichtigstes Ziel des Arbeitskreises ist die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft. Damit das gelingt, müssen laut Ursula Büthe, Kommunale Fachberaterin für Kitas beim Jugendamt Schaumburg, auch Einheimische sensibilisiert werden. Niedrigschwellige Angebote seien dafür besonders gut geeignet. Daher mache es Sinn, dass der Auftakt zu den Interkulturellen Wochen mit dem Weltkindertag zusammenfällt. Eltern können, während sich ihre Kinder bei Spiel- und Spaßaktionen austoben, ins Gespräch kommen und sich austauschen. Die Hemmschwelle sei niedriger, sagt Büthe, weil man für Spiel und Spaß zum Beispiel die Sprache nicht perfekt beherrschen müsse.

Ein weiterer Höhepunkt dürfte der Auftakt der Interkulturellen Wochen in Niedersachsen am 27. September werden: Der Eröffnungsgottesdienst wird im 40. Jahr der bundesweiten Interkulturellen Wochen von der Evangelischen Landeskirche Schaumburg-Lippe ab 10 Uhr in der St.-Martini-Kirche in Stadthagen ausgerichtet. Die Interkulturelle Woche ist aus Sicht von Jan-Peter Hoth, theologischer Referent der Landeskirche Schaumburg-Lippe, auch für die Veranstalter eine gute Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu treten und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. tbh

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