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Internet als Herausforderung

Stadthagen Internet als Herausforderung

Der Internet-Handel stellt eine der größten Herausforderungen für den hiesigen Einzelhandel dar. Diese Erkenntnis ist eine der zentralen Aspekte der Podiumsrunde beim „Forum Innenstadt“ gewesen. Zur Auftaktveranstaltung für dieses Beteiligungsverfahren zur Entwicklung der Altstadt waren 80 Teilnehmer gekommen.

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STADTHAGEN. Auf Bitte von Moderatorin Kirsten Klehn stellte SN-Geschäftsführer Marc Fügmann die von den heimischen Tageszeitungen und Geldinstituten getragene Aktion „Kauf hier“ vor. Dabei gehe es darum, „die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie wichtig der lokale Einzelhandel für sämtliche Strukturen einer Kleinstadt ist“. Unter dem Motto „Kauf hier – lokal&digital“ sei zudem eine Website eingerichtet worden, die zu einem Online-Schaufensterbummel einlade. Schon kurz nach dem Start beteiligten sich 30 Firmen mit ausgewählten Angeboten daran, berichtete Fügmann.

Seiner Meinung nach kann sich Stadthagen mit Blick auf den innerstädtischen Einzelhandel mit dessen Branchenmix und Veranstaltungsvielfalt durchaus sehen lassen. Eine kleine Spitze in Richtung der Organisatoren des „Forum Innenstadt“ mochte sich Fügmann nicht verkneifen. Mit einem Beginn der Auftaktveranstaltung werktags um 17 Uhr werde vielen Einzelhändlern und damit denen, die es vor allem angeht, die Teilnahme praktisch unmöglich gemacht.

Zeitgemäße Präsentation ist wichtig

Neben guter Beratung und exzellentem Service sei es für Einzelhändler heute auch sehr wichtig, im Internet präsent zu sein, meinte Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen (SMS): „Das muss nicht zwingend Online-shopping sein, aber die zeitgemäße Präsentation des Warenangebotes schon.“ Raabe plädierte zudem vehement dafür, das Modehaus Hagemeyer besser an die Fußgängerzone anzubinden. Der SMS-Chef regte an, bei der Vermarktung des Einzelhandels „in größeren Dimensionen zu denken, sich also kreisweit zusammen zu tun“.

Der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek schlug vor, der lokale Einzelhandel könne einen Lieferservice für Online-Bestellungen einrichten: „Dann muss niemand mehr bei Amazon einkaufen und die Wertschöpfung bleibt in Stadthagen“. Er würde sich wünschen, so Masurek, „dass noch deutlich mehr hiesige Einzelhändler an der lobenswerten Aktion „Kauf hier – lokal& digital“ teilnehmen.

Mehr junge Menschen müssen in die Altstadt

Christina Nitz vom Fachbüro „Junker+Kruse – Stadtforschung und Planung“, das für Stadthagen gerade ein Einzelhandelsstrukturkonzept erarbeitet, empfahl, 1a-Lagen auszubauen, aber für Randlagen in der Altstadt verstärkt Wohnen als Nutzung ins Visier zu nehmen.

Junge Leute zu mehr Aufenthalt in der Altstadt zu bewegen – das ist nach Auffassung von Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover, eine wichtige Aufgabe für die Kreisstadt. ssr

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