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Investoren erhören Lockruf am Helweg

Änderung des Bebauungsplanes Investoren erhören Lockruf am Helweg

Durch die Änderung des Bebauungsplanes will die Stadt die Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen im Gewerbegebiet am Helweg forcieren.

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Stadthagen. Offenbar mit Erfolg: Zum ersten Mal seit zehn Jahren sieht sich die Verwaltung genötigt, die Regenrückhaltebecken am großen Klosterfeld zu ertüchtigen, „weil am Helweg neue Gebäude entstehen, die ihr Oberflächenwasser in die Regenrückhaltebecken leiten“, heißt es aus dem Rathaus.

 Welche Betriebe sich zwischen Holder und der bereits im Bau befindlichen Augenklinik ansiedeln wollen, will Bürgermeister Oliver Theiß allerdings ebenso wenig verraten, wie die Branche, aus der die Unternehmen kommen. „Die Verhandlungen laufen noch und die Interessenten haben um Vertraulichkeit gebeten“, berichtet Theiß.

 Die Sorge, dass die verstärkte Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen die schon jetzt durch Leerstände geprägte Innenstadt weiter schwächt, teilt der Bürgermeister nicht. „Wir hoffen zwar, Investoren den Zugang zu dem Gewerbegebiet zu erleichtern. Aber es handelt sich dabei um Gewerbe, das für die kleinen Geschäftsflächen in der Innenstadt nicht infrage kommt. Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass dort keine zentrumsrelevanten Einzelhandelssortimente zugelassen werden.“

 Zudem sei auch bisher am Helweg bereits Einzelhandel zugelassen gewesen. „Holder hat auch eine Verkaufsausstellung. Wir haben lediglich das, was bisher durch Ausnahmen geregelt wurde, auf rechtlich sichere Füße gestellt“, stellt Theiß klar.

 Bisher waren nach dem Bebauungsplan „Griepkämpe“ in dem Gewerbegebiet keine „Einzelhandelsbetriebe mit Waren für den Verkauf an Endverbraucher“ zulässig. Ausgenommen von dem Verbot waren Branchen, die vor Ort produzieren oder Reparatur- und Serviceleistungen anbieten, sowie das Sondergebiet, in dem sich Kaufland und Mediamarkt befinden.

 Nach der Änderung des Bebauungsplanes dürfen sich Einzelhandelsbetriebe am Helweg ansiedeln, deren Sortimente nicht zentren- oder nahversorgungsrelevant sind. ber

INFO

>> Nahversorgungsrelevante Sortimente laut Einzelhandelskonzept: Lebensmittel, Reformwaren, Drogerieartikel, Parfümartikel, Apotheken, Schnittblumen, Kioskbedarf/Zeitschriften

>> Zentrenrelevante Sortimente: Bekleidung, Bücher, Geschenkartikel, Glas, Porzellan, Hausrat, Handarbeitsbedarf, Textilien, Lederwaren, Pelze, Musikinstrumente, Optik, Hörakustik, Schuhe, Sportartikel, Schreibwaren, Spielwaren, Sanitätswaren, Uhren und Schmuck

>> Nicht zentrenrelevante Sortimente: Baustoffe, Baumarktartikel, Bodenbeläge, Büromaschinen, Campingartikel, Computer, Telekommunikation, Elektrogeräte, Fahrräder, Farben, Lacke, Tapeten, Foto, Film, Gartenbedarf, Kfz-Zubehör, Möbel, Matrazen, Sanitärwaren, Unterhaltungselektronik, Werkzeuge, Eisenwaren, Zoobedarf

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