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Investoren trennen sich von Entwickler

Ärztehaus am ehemaligen Postgelände Investoren trennen sich von Entwickler

Der Projektentwickler Walter Vogelsang ist nicht mehr am geplanten Ärztehaus auf dem ehemaligen Postgelände an der Bahnhofstraße beteiligt. Insgesamt sehen aber sowohl Investor-Vertreter John Landwehr als auch Bürgermeister Oliver Theiß das Vorhaben so nah an der Verwirklichung wie nie zuvor. Landwehr zufolge hat Vogelsang Fortschritte nicht im vereinbarten Zeitrahmen abgearbeitet.

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Auf dem alten Postegelände soll ein Facharztzentrum die medizinische Versorgung der Stadt sichern.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Deshalb habe man sich von ihm getrennt und ihn durch den Göttinger Unternehmensberater Peter Windheuser ersetzt. Windheuser hat nach eigenen Angaben bereits Facharztzentren in Berlin und Braunschweig realisiert. Den Kontakt zu Windheuser hergestellt hat der Stadthäger Praxis-Berater Christoph Jäger.

Ausgebootet

 Vogelsang fühlt sich ausgebootet. Er habe sich zurückgezogen, als ihm klar geworden war, dass Jäger ihn nicht dabei haben wolle. Zwei Treffen habe es gegeben. Beim ersten sei er auf Wunsch des Bürgermeisters noch eingeladen gewesen, beim zweiten dann nicht mehr. Zum Vorwurf, er habe zu langsam gearbeitet, sagt Vogelsang, Windheuser sei seit Februar dabei: „Und was ist seitdem passiert?“

 Die Ärzte, die einziehen, habe man inzwischen zusammen, sagt Landwehr. Bis zuletzt hätte auf deren Seite Unsicherheit wegen der Organisationsform eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) geherrscht, wie Vogelsang es unbedingt haben wollte. Bei den vom Projektentwickler erwähnten Treffen zwischen Ärzten, Bürgermeister und Investoren – die Unternehmensgruppe Gerdes und Landwehr aus Sulingen und deren Immobilientochter Casa Baubetreuung – sei dies klar geworden.

Selbstständigkeit für Ärzte

 Theiß zufolge war die Enttäuschung der Investoren beim ersten Treffen offensichtlich. Vogelsang hatte Ende 2016 gesagt, er habe bereits mehr als zehn Absichtserklärungen von Ärzten, aber noch keine festen Verträge in der Tasche. „Also haben wir die MVZ-Idee verworfen und ein Facharztzentrum daraus gemacht“, sagt Landwehr. Dieses würde den Ärzten größere Selbstständigkeit lassen, für viele Mediziner offenbar ein entscheidendes Argument. Zwar widerspricht Bürgermeister Theiß an dieser Stelle. Im Versorgungszentrum hätten Ärzte durchaus Mitspracherecht, nämlich als Gesellschafter im MVZ. Tatsache ist aber laut Landwehr: Jetzt, da die MVZ-Pläne ad acta gelegt sind, hätten die Mediziner zugesagt.

Eröffnung frühestens Ende 2018

 Derzeit stimme man mit den Ärzten den jeweiligen Platzbedarf ab. Frühestens Ende 2018 könnte das Ärztehaus öffnen. „Aber eher wird es 2019“, so Landwehr. Schließlich hätten die Ärzte die Auflagen ihrer aktuellen Mietverträge zu erfüllen. Keiner soll beim Übergang von der alten in die neue Praxis womöglich ein paar Monate auf der Straße stehen. „Wir können das in Ruhe machen“, sagt Landwehr. „Wir haben ja keinen Druck.“

 Landwehr scheint rückblickend wenig angetan von Vogelsang, bezeichnet ihn als „selbst ernannten Experten“. Theiß betont jedoch, Vogelsang habe „wichtige Grundlagenarbeit geleistet“. Priorität eins habe für Stadthagen aber, „dass das Projekt weiterentwickelt wird“. jcp

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