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„Irgendwann trifft es halt jeden“

Stadthagen / Später Schrecken „Irgendwann trifft es halt jeden“

Einen späten Schrecken haben die Anwohner einer kurzen Verbindungsstraße zwischen Probsthäger- und Teichstraße erlitten. Die zehn Grundstückseigentümer, die dort seit etwa 20 Jahren wohnen, müssen bald für den Teilausbau dieser kleinen Stichstraße bezahlen, der im Oktober vollzogen werden soll.

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Das aus dieser Perspektive hintere Teilstück der Stichstraße soll im Oktober als verkehrsberuhigter Bereich ausgebaut werden.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Dieser kostet 106 000 Euro. 90 Prozent davon müssen die Anlieger selber aufbringen: Dadurch werden Erschließungsbeiträge pro Grundstück zwischen 3 000 und 15 000 Euro fällig.

Bisher befindet sich dort nur eine relativ unbefestigte Baustraße. Einige der Anwohner haben ihre Grundstückseinfahrten bis zur Mitte des Weges hilfsweise eigenständig gepflastert, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern.

Trotz des schlechten Zustandes der Fahrbahn wird das rund 140 Meter kurze Verbindungsstück, für das Tempo 30 gilt, nach Berichten von Anwohnern oft zur Abkürzung als Schleichweg benutzt und mit stark überhöhter Geschwindigkeit befahren. Deshalb waren die Bürger vor einiger Zeit auf die Stadtverwaltung zugegangen und hatten einen Ausbau als verkehrsberuhigter Bereich angeregt.

So soll es laut Beschluss des Rates der Stadt nun auch kommen. Allerdings nur für den etwa 90 Meter langen nördlichen Teilabschnitt. Denn nur hier gibt es Einfamilien- und Reihenhäuser. Am südlichen Abschnitt liegt hingegen ein Handwerksbetrieb mit einem sehr großen Grundstück. Da hier nach übereinstimmender Einschätzung aller Beteiligten kein unmittelbarer Ausbaubedarf besteht, soll eine Baumaßnahme auf dieser 50 Meter langen Strecke zurückgestellt werden – nach Darstellung von Bauamtsleiter Gerd Hegemann vor allem mit Blick auf die sonst entstehende hohe finanzielle Belastung für den Handwerksbetrieb.

Zwischen den beiden Abschnitten wird eine mit Pollern ausgestattete Sperre errichtet, so dass zwei Sackgassen entstehen. Durch Einrichtung einer so genannten Lkw-Schleuse wird dafür gesorgt, dass Fahrzeuge des Betriebes in beide Richtungen fahren können.

Irritationen hatte zwischenzeitlich die Frage ausgelöst, ob auch nach 20 Jahren noch Erschließungsbeiträge zu entrichten seien. „Das ist für die Betroffenen schwer nachvollziehbar“, kommentierte Maria Börger-Sukstorf (Grüne). Aber: „Die gesetzliche Lage ist vollkommen klar“, erläuterte Hegemann, „es gibt keinerlei Ermessenspielraum.“ „Klar entsteht in einer solchen Lage erhöhter Erklärungsbebedarf. Aber Endausbau bleibt Endausbau – auch wenn dieser nach 20 Jahren vorgenommen wird“, ergänzte Karsten Becker (SPD). Und Ursula Schweer fügte hinzu: „Irgendwann trifft es halt jeden.“

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