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Arbeiten am Kleinod stehen vor dem Abschluss

Förderverein ehemalige Synagoge tagt Arbeiten am Kleinod stehen vor dem Abschluss

Zufriedenheit geherrscht hat auf der Jahresversammlung des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen mit Blick auf die Sanierung des Gebäudes.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Rund 200000 Euro seien dabei mittlerweile verbaut worden, berichtete Vorsitzender Bernd Hellmann den gut 40 anwesenden Vereinsmitgliedern. Ziel sei es, den Gedenk- und Lernort bis zum Jahresende fertigzustellen.

Das Projekt sei vom Grundsatz her durchfinanziert, fuhr Hellmann fort: „Wir sind zuversichtlich, mit den vorhandenen Mitteln hinzukommen. Am Ende werden wir ein tolles Kleinod geschaffen haben.“ Allerdings seien Eigenleistungen als auch Spenden für das Teilprojekt Kunst am Fenster weiter willkommen.

Im vergangenen Jahr habe es zwei außergewöhnliche Spenden von der Erwin Rautenberg Stiftung (54000 Euro) und vom Jüdischen Landesverband Niedersachsen (20000 Euro) gegeben, rechnete Kassierer Wolfgang Rehrmann vor.

Sponsoren sollen erwähnt werden

Das Einsetzen der Fenster und das Verputzen seien die nächsten Schritte bei der Sanierung der früheren Synagoge, kündigte Hellmann an. Zur Gestaltung des Gedenkraums im Erdgeschoss liefen derzeit die Detailplanungen. Nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Lingner ist geplant, Namen von hiesigen Opfern des Nationalsozialismus bei einer angemessenen Musikuntermalung in weißer Schrift auf eine schwarze Leinwand zu projizieren. Außerdem solle eine Tafel mit den Namen der Sponsoren, die mehr als 1000 Euro beigesteuert haben, angebracht werden.

Im Innenhof neben der ehemaligen Synagoge soll nach Darstellung von Vorstandsmitglied Andreas Kraus eine Stolperschwelle für die hiesigen Euthanasie-Opfer der Nazis in den Boden eingebaut werden. Nach neueren Recherchen seien rund 700 Bürger in Schaumburg Opfer von Euthanasie-Verbrechen gewesen, schilderte Kraus. Hierbei handele es sich um einen wenig erforschten Bereich.

Angesicht der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit appellierte Hellmann, „dem Mob entgegen zu treten“. Es gelte, „nicht wegzuschauen, sondern mit all denen solidarisch zu sein, die sich in Not befinden“. ssr

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