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Jens Spahn (CDU) zu Gast beim Handwerk

Handwerkerfrühstück 2017 Jens Spahn (CDU) zu Gast beim Handwerk

Nicht nur Brötchen und Kaffee, sondern auch aktuelle Themen aus Wirtschaft und Politik sind beim Handwerkerfrühstück 2017 auf den Tisch gekommen. Unter anderem begrüßte Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens den CDU-Politiker Jens Spahn bei der Schaumburger Regionalschau.

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Jens Spahn: „Deutschland soll kein Naturkundemuseum sein, in dem es keine Entwicklung gibt.“

Quelle: rg

Stadthagen. Straßen reißen auf, Kleider zerfallen am Körper, Häuser in sich zusammen: Was wie ein Weltuntergangsszenario über die Leinwand geflimmert ist, zeigte dramatisch auf, wie es um die Menschheit ohne Handwerk bestellt wäre. Mit eindrücklichen Bildern hat Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens die Gäste beim Handwerkerfrühstück 2017 begrüßt.

Ahrens bedankte sich besonders beim Landkreis, der das heimische Handwerk unterstütze. Sein Dank galt außerdem dem Europaabgeordneten Burkhard Balz sowie allen Abgeordneten in Land- und Bundesparlamenten, die sich dafür einsetzen, „dass die EU sich mit dem Meisterbrief anfreunden kann.“

43.000 Arbeitsplätze in Schaumburg

Landrat Jörg Farr hob das positive wirtschaftliche Klima in Schaumburg hervor. Nach der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009, die den Landkreis allerdings nicht so arg getroffen hätten, gebe es heute wieder 43.000 Arbeitsplätze in Schaumburg. Die Arbeitslosigkeit liege unter sechs Prozent. Farr: „Es wird in Schaumburg investiert.“ Der Landkreis schaffe hierfür Rahmenbedingungen. Die Arbeitsplätze jedoch „schaffen die Betriebe“, betonte der Landrat.

Die Errungenschaften für die Menschen in Deutschland in Bezug auf Lebensstandard, Mobilität und Lebensdauer trotz mancher Missstände nicht zu vergessen, mahnte Jens Spahn (CDU) an. Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen, der mit Verspätung beim Handwerkerfrühstück eingetroffen war, kritisierte, dass bundesweit Gelder, die für Investitionen zum Beispiel in die Infrastruktur bereitständen, nicht abgerufen würden.

An der Planung scheitert es

Spahn: „Das Geld ist da – aber keine Planungskapazitäten mehr.“ Auch bei den Planungen selbst läge einiges im Argen. Selbst große Bauvorhaben wie der neue Berliner Flughafen scheiterten an viel zu langsamen und zu spät begonnenen Planverfahren. Auch das Planungsrecht hatte Spahn im Visier. Es müsse leichter sein, Infrastruktur und Industriegebiete weiter zu entwickeln. Dies sei notwendig, um den Wohlstand und die Arbeitsplätze zu erhalten. So manche Blockaden durch Ansprüche des Naturschutzes könne er nicht nachvollziehen. Schließlich: Deutschland solle „kein Naturkundemuseum sein, in dem es keine Entwicklung gibt.“

Eine Lanze brach Spahn für die Ausbildung im Handwerk. Es ginge nicht an, dass die Notendurchschnitte beim Abitur immer besser würden, nur damit jeder einen Bachelor-Abschluss erreichen könne. Spahn: „Gute Handwerker sind gefragt. Der Mensch beginnt nicht erst beim Abitur.“

Einen Luftballon für jeden aktuell vergebenen Ausbildungsplatz haben Mitarbeiter des JobCenters und der Agentur für Arbeit am Stand der Dachdecker-Innung steigen lassen. 100 Ballons enterten den Himmel. Zuvor hatten die Mitarbeiter beider Institutionen sowie Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens und Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, rund 300 Schüler aus dem Landkreis über die Regionalschau geführt und die verschiedenen Handwerksbetriebe an den jeweiligen Ständen vorgestellt. Das sei eine Super-Sache gewesen, so Ahrens. Pape freute sich darüber, „wie diszipliniert die jungen Leute aufgetreten sind.“

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