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Jesidischer Kulturverein feiert Neujahrsfest

Premiere in Schaumburg Jesidischer Kulturverein feiert Neujahrsfest

Zum ersten Mal hat die jesidische Gemeinde am Mittwoch ihr Neujahrsfest in Schaumburg gefeiert. Rund 500 Frauen, Männer und Kinder kamen in der Stadthäger Festhalle zum Essen, Tanzen und Spaß haben zusammen. Ein rundum gelungenes Traditionsfest.

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Knapp 500 Jesiden feiern in der Stadthäger Festhalle gemeinsam mit einigen ehrenamtlichen Integrationshelfern zum ersten Mal in Schaumburg ihr Neujahrsfest − mit Tanz, Livemusik und einem gemeinsamen Essen

Quelle: tro

Stadthagen. Doch feierten die Jesiden – die meisten von ihnen Flüchtlinge, die mittlerweile in Schaumburg leben – nicht alleine. „Viele haben ihre ehrenamtlichen Kontaktpersonen und Helfer mitgebracht. Sie wollen sich für die große Unterstützung revanchieren, die sie bei der Integration bekommen“, sagte Fakhri Khalaf vom jesidischen Kulturverein in Stadthagen, der die Veranstaltung gemeinsam mit Alwan Kelli organisiert hatte.

Die Gäste erfuhren am eigenen Leib, wie gastfreundlich und stimmungsvoll es bei jesidischen Festen zugeht. Die Tische waren voll beladen mit selbstgekochten Gerichten, Kuchen und Süßigkeiten, die wie selbstverständlich mit jedem geteilt wurden. Und die Tanzfläche füllte sich in Rekordtempo, gemeinsam brachten die Feiernden zu Livemusik klassische orientalische Tänze aufs Parkett.

Dabei hatte der Abend eher ruhig mit Gebeten begonnen. Zwei strenggläubige Jesiden trugen diese vor und unterlegten sie mit Flöten- und Trommelklängen, während die Menge zuhörte und fleißig mit ihren Smartphones filmte. „Lieber Gott, schütze erst die 72 Völker und dann uns“, übersetzte Khalaf – wobei die Zahl stellvertretend für alle Völker der Welt steht. Auch moderne Töne klangen an: „Hier dürft ihr eure Bräuche ausleben und habt die Möglichkeit, euch zu integrieren. Ihr müsst den Schritt nur wagen“, sagten die Prediger. Dabei will auch Khalaf mit dem Kulturverein helfen. tro

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