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Abrissarbeiten am Bahnhofshotel Jetzt geht’s los

Eine jahrelange Abstimmungsphase ist dem vorausgegangen, doch jetzt haben die Arbeiten am Bahnhofshotel in Stadthagen auch für die Öffentlichkeit deutlich sichtbar begonnen. Den Auftakt macht das Abbruchunternehmen Schaer aus Hagenburg.

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Jetzt laufen sichtbare Abrissarbeiten am Bahnhofshotel.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Allerdings wird das historische und teils marode Gebäude nicht einfach dem Erdboden gleich gemacht. Zumindest nicht vollständig: Der hintere Teil des Gebäudes, in dem es 2011 gebrannt hat und der nicht mehr zu retten war, ist bereits Geschichte, nur noch ein Geröllhaufen.

Der nächste Schritt wird komplizierter. Wände und Kellerdecke des denkmalgeschützten Gebäudes sollen nämlich stehen bleiben – alles dazwischen muss weg. Der Abbruch des hinteren Teils hat zwei Schaer-Mitarbeiter beansprucht, innen werden Unternehmer Joachim Schaer zufolge sechs bis acht zu Werke gehen.

Schaer rechnet mit zwei bis zweieinhalb Wochen Arbeit

Allzu schwierig sollte man sich das Unterfangen aber nicht vorstellen, sagt Schaer. Bei der historischen Bausubstanz aus Lehm und Holzbalken könne man mutmaßlich „die Decke wegnehmen, dann fallen die Wände fast schon von allein um“. Die Mitarbeiter würden sich buchstäblich von oben nach unten durch das Haus arbeiten. Schaer rechnet mit zwei bis zweieinhalb Wochen Arbeit von Anfang kommender Woche an, sofern der Gerüstbauer – ein anderes Unternehmen – das Bahnhofshotel bis dahin eingerüstet hat.

„Die meisten Aufträge kommen aus Hannover, eine Baustelle in Stadthagen ist für uns schon ein bisschen außergewöhnlich“, sagt Schaer. Die Arbeiten selbst seien aber Routine, auch wenn die alten Bauernhäuser, mit denen Schaer gelegentlich zu tun habe, anders als das Bahnhofshotel zumeist in Gänze verschwinden sollten.

13 zum Teil barrierefreie Wohnungen sollen entstehen

Mit der Stadthäger Traditionsadresse hat aber der Besitzer noch etwas vor. 2014 hat die Kreiswohnungsbaugesellschaft das Bahnhofshotel erworben. Bis dahin hatte sich das etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Gebäude in Privatbesitz befunden. 13 zum Teil barrierefreie Wohnungen sollen entstehen. Unmittelbar nach dem Kauf hatte es kurz Pläne gegeben, das Bahnhofshotel für Studenten-WGs zu optimieren, was dann aber wieder verworfen wurde.

„Mit einem bis anderthalb Jahren Bauzeit müssen wir sicher rechnen“, sagt Heinz-Helmut Steege. Der Geschäftsführer der Kreiswohnbau ergänzt, wie alle Bauherren sei man vom Wetter abhängig. Die Arbeiten dürften somit frühestens Ende 2018, Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Bevor die Kreiswohnbau das Gebäude erwarb, hatte es mehr als 20 Jahre lang leer gestanden. Eine Nachfahrin der Gründerfamilie Kaufhold – der Name ist an der Fassade zu lesen – hatte den Gaststättenbetrieb im Erdgeschoss bis in die neunziger Jahre aufrecht erhalten. Denkmalgeschützt ist das Hotel wegen seines für die Entstehungszeit repräsentativen Baustils. Im Stübchen im Erdgeschoss soll Wilhelm Busch auf die Postkutsche nach Wiedensahl gewartet haben, wenn er in Stadthagen zu Gast war.  jcp

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