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Jugendverein vollzieht Generationenwechsel

Probezeit für TuWat Jugendverein vollzieht Generationenwechsel

Die Existenz des Kultur- und Sportvereins TuWat ist für ein weiteres Jahr gesichert. Einmütig empfahl der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur, dem Jugendverein für 2016 einen Zuschuss in Höhe von 12 200 Euro zu bewilligen. Das Geld wird für Miete und Nebenkosten der TuWat-Jugendräume in der Gerbergasse eingesetzt.

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Stadthagen (ssr). Entgegen den bisherigen Gepflogenheiten wurde der Vertrag der Stadt mit TuWat vorerst nur um ein Jahr verlängert, weil es in dem Verein einen personellen Umbruch gegeben hat. „Wir sind die neue Generation von TuWat“, stellte die Vize-Vorsitzende Sarah Busche das Leitungsteam im Ausschuss vor.
Die jungen Leute präsentierten für das kommende Jahr jede Menge Projekt-Ideen. So wollen sie ihre Jugendräume zur Anlaufstelle für junge Flüchtlinge machen und eine Hausaufgabenhilfe anbieten. Auf dem Zettel stehen laut Busche zudem unter anderem Konzertveranstaltungen, ein Poetry Slam, die Aufführung eines Theaterstücks mit jugendlichen Akteuren, ein Zirkus-Projekt, eine Kleidertausch-Aktion sowie die Gründung einer Tanzsparte.
Vor dem Hintergrund des Generationenwechsels wird die städtische Jugendpflege dem Verein im kommenden Jahr vor allem bei den administrativen Aufgaben verstärkt helfen. Doch auch bei den angepeilten Projekten ist städtische Unterstützung vorgesehen.
Im Fokus steht in nächster Zeit die Verbesserung des Verhältnisses zu den Nachbarn des TuWat-Standortes. „Die Nachbarn sind uns im Moment aufgrund von Erfahrungen mit Veranstaltungen nicht besonders wohlgesonnen“, formulierte Busche. „Uns ist es wichtig, dass ihr ein besseres Klima herstellt“, gab Ulrike Koller (SPD) den jungen Leuten mit auf den Weg. Busche kündigte einen Tag der offenen Tür an, zu dem die Nachbarn gezielt eingeladen werden sollen.
Mit der gewählten Vorgehensweise „soll dem Verein die Gelegenheit gegeben werden, sich neu zu finden“, wie Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, sagte. „Wir begleiten und beobachten, was im nächsten Jahr passiert und hoffen, dass wir anschließend wieder einen längerfristigen Vertrag festklopfen können“.
Warum die Verwaltung das Engagement von TuWat so sehr schätzt, machte Stadtjugendpfleger Ralf Cordes deutlich: „Der Verein zieht junge Leute an, die hier Spielraum für ihre Interessen finden, den sie woanders nicht haben.“ Der Verein schließe somit dankenswerter Weise eine Lücke in der Szene der Jugendarbeit in der Kreisstadt.

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