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Kabarett zwischen Kleiderbügeln

Stadthagen / "Mischlinge" Kabarett zwischen Kleiderbügeln

Die Theatergruppe "Mischlinge" hat ihrem Namen beim Auftritt am Freitag im Laden „Betty’s Second Hand“ alle Ehre gemacht und eine bunte Mischung ihres Programms aus den vergangenen 20 Jahren geboten.

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Von „Herrn Öztürk“ zum „Ex-Türken“: Dorothea Sonntag rät Cemal Kilic zur kulturübergreifenden Schönheits-OP.

Quelle: lmh

Stadthagen (lmh). Dem Trend der Weltpolitik entsprechend begannen die acht Darsteller mit einem Entschuldigungsmarathon: Als Sprecherin der Bundesregierung bezog Ruth Hürtig Stellung zum Verkauf von Leopard-Panzern an Griechenland, Polina Neumann entschuldigte den russischen Präsidenten und Monika Kauffelt relativierte die Verfehlungen eines „Herrn von und zu Guttenberg“ – was, wie sich herausstellte, alles auf der Arbeit von „Gewissenstherapeutin“ Stefanie Brooks beruhte, die ihre Klienten in der Kunst unterrichtete, auch noch so Negatives positiv zu formulieren.

Dorothea Sonntag beriet als Schönheitschirurgin Cemal Kilic alias „Herrn Öztürk“, wie er sich zum „Ex-Türken“ wandeln könne, und Joachim Schütz demonstrierte, wie deutschunkundige Ausländer der ersten Generation mitunter Fleischereifachverkäuferinnen erst zur Puten-Immitation und schließlich in den Wahnsinn treiben.

Entstanden seien die „Mischlinge“ 1992 als Begegnungsform zwischen Einheimischen und Zugewanderten, erklärte Renate Junklewitz von der „Alten Polizei“, die die Gruppe seit ihrer Gründung leitet.

Bereits zum zweiten Mal nutzte die Laiengruppe den ungewöhnlichen Auftrittsort im Schaufenster des Second-Hand-Ladens in der Teichstraße. „Wir wollen, dass das Tradition wird“, sagte Inhaber Uwe Petzelt. Er und seine Frau Betty möchten auch anderen die Möglichkeit geben, sich in ihrem Geschäft zu präsentieren. Zwei Mal im Jahr etwa wollen sie das Schaufenster zur Bühne umfunktionieren. „Musik, Literatur, Kabarett – was uns gerade so über den Weg läuft.“ Betty Petzelt ergänzte: „Wir hoffen, dass der eine oder andere mal auf uns zukommt.“

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