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Kampf gegen Katzenschwemme

Verordnung zur Kastrationspflicht Kampf gegen Katzenschwemme

Einmütig hat der Rat der Stadt eine Verordnung über die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen beschlossen. Kern der Verordnung ist die Pflicht für Halter, deren Katzen sich auch außerhalb der Wohnung bewegen, diese kastrieren, mit einem Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen.

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Stadthagen (ssr). Wer der Verordnung nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 5000 Euro.
Die Verordnung soll nach Auskunft der Stadtverwaltung voraussichtlich im Januar 2016 in Kraft treten. „Katzenbesitzer sind dann gehalten, so schnell wie möglich zu handeln“, sagte auf Anfrage Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Allerdings werde die Verwaltung „nicht sofort mit der Keule agieren“. Eine gewisse Karenzzeit werde eingeräumt.
Letztlich gehe es darum, eine ungeregelte Vermehrung von Katzen zu verhindern. Tierhalter, die mit Blick auf die Verordnung Fragen haben, können sich laut Freimann an die Stadtverwaltung, Telefon (0 57 21) 78 20, wenden.
Mehr als zwei Jahre lang habe die CDU für die Kastrationspflicht gekämpft, erinnerte Heiko Tadge, Fraktionssprecher der Unionsfraktion. „Ein zielgerichtetes Handeln der Verwaltung haben wir dabei vermisst“, fügte er hinzu: „Wir haben immer nur gehört, warum es rechtlich angeblich nicht geht.“ Dabei bestehe in etlichen Nachbarkommunen die Kastrationspflicht schon seit Längerem.
Verwaltungschef Oliver Theiß entgegnete, es habe im zuständigen Fachausschuss des Rates lange Zeit Einvernehmen darüber bestanden, erst eine Mustersatzung des Landes abzuwarten. „Als diese auch im vergangenen Sommer noch nicht da war, wurde die rasche Einführung der Kastrationspflicht herbeigeführt“, so Theiß.
Auch die Gruppe WIR/FDP hatte sich früh für eine Kastrationspflicht starkgemacht. „Wir sind glücklich über diese Lösung“, sagte Gruppensprecher Richard Wilmers, „hier wird ein Problem im Sinne des Tierschutzes in guter Weise gelöst.“ Für die rot-grüne Ratsgruppe sagte deren Sprecher Jan-Philipp Beck, die Kastrationspflicht und die in diesem Zuge zu verabschiedende Verordnung seien „zweckmäßig und begründbar“.

Das sollten Katzenbesitzer wissen

Katzenhalter, die ihre Katze auch außerhalb ihrer Wohnung laufen lassen, „haben diese zuvor tierärztlich kastrieren und mit einem Mikrochip kennzeichnen zu lassen“. Dies gilt allerdings nicht für Katzen bis zu fünf Monaten sowie für Katzen, die schon kastriert und mittels Tätowierung gekennzeichnet worden sind.
Katzenhalter sind verpflichtet, mit der Kennzeichnung die Registrierung in einer Haustier-Registrierungsdatenbank unverzüglich vorzunehmen.
Für die Zucht von Rassekatzen können Ausnahmen von der Kastrationspflicht zugelassen werden.

Als Katzenhalter gilt auch, wer eine freilaufende Katze regelmäßig füttert.

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