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Kampf mit dem Brandschutz

Verzögerte Pläne Kampf mit dem Brandschutz

Bier her, Bier her, oder wir fallen um: Dieser beliebte Volksfest-Schlachtruf könnte dem einen oder anderen Gerstensaft-Freund auf der Zunge liegen, der jetzt seit Mitte August auf die Wiedergeburt der Stadthäger Braukunst wartet.

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Noch müssen die Kessel in der ehemaligen „Meyer’s Bitter“-Immobilie ruhen. rg

Quelle: rg

Stadthagen. Wie berichtet, will Toni Ahn-Bosch vom Hotel Zur Amtspforte in eben dieser Sache als Geburtshelfer fungieren. Doch jetzt verzögern Brandschutzauflagen seine Pläne. Zuerst hatte das Gesundheitsamt die Räumlichkeiten inspiziert, in denen der Unternehmer mithilfe erfahrener Bierbrauer aktiv werden will. Dabei handelt es sich um einen rund 60 Quadratmeter großen Raum in der ehemaligen „Meyer’s Bitter“-Immobilie in der Nähe der Stadtbibliothek.

Hohe Ansprüche an den Brandschutz

Die Bedingungen des Gesundheitsamtes sind noch eher leicht zu erfüllen, sagt Ahn-Bosch. Die Wände sind bereits verfliest, auch eine Toilette gibt es. Etwas mehr Abstimmung ist mit dem Stadthäger Bauamt nötig. Was Ahn-Bosch in dem Raum vorhat – aufgestellt ist eine Sechs-Hektoliter-Anlage – hebt die Ansprüche an den Brandschutz auf ein neues Level. Ein neuer Fluchtweg muss her, eine Wand soll hochgezogen werden.

„Und daran hängt es derzeit“, erklärt der 42-Jährige. Mit ihm, der Stadt und der Besitzerin der Immobilie seien drei Parteien beteiligt, sodass die terminliche Abstimmung kompliziert ist. Erst gestern hatte es ein Gespräch geben sollen, das dann doch noch einmal verschoben werden musste.

Im Grunde gehe es derzeit darum, dass die Besitzerin des Hauses sich zwischen zwei baulichen Möglichkeiten entscheiden muss, die Bedingungen des Bauamtes zu erfüllen. Fest stünden aber bereits jetzt zwei Dinge: Zum einen will Ahn-Bosch sich von den aktuellen Reibereien nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen – zum anderen wird er aber den angedachten Vorstellungstermin zum Monatswechsel definitiv nicht einhalten können.

„Jeden Monat verliere ich Geld“

Eigentlich hatte Ahn-Bosch ein Fest geplant, bei dem die Stadthäger nach Verkostung mehrerer Sorten entscheiden sollten, welche Art von Bier sie haben möchten. „Jetzt überlege ich, ob wir das zunächst in privater Runde machen“, erklärt Ahn-Bosch. Der Hotel-Chef will schnell vorankommen. „Jeden Monat verliere ich Geld.“ Er könne nicht mehr allzu lange warten. „Ich will das nicht bis 2017 ziehen.“

Am 13. August war Ahn-Bosch an die Öffentlichkeit gegangen mit seinen Plänen, nach der Pleite der Schaumburger Privat-Brauerei wieder Bier in Stadthagen herstellen zu wollen. Vorbild sind Mikrobrauereien, wie es sie vor allem in Bayern gibt. Für das notwendige Fachwissen hat der Stadthäger den Mindener Braumeister Daniel Sander sowie ehemalige Mitarbeiter der Schaumburger Brauerei an Bord. jcp

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