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Kandidaten streiten wegen Inklusion

Landtagswahlkampf Kandidaten streiten wegen Inklusion

Die Bundestagswahl ist vorbei, jetzt stehen die Zeichen auf Landtagswahlkampf. Das zeigte ein Gespräch zwischen den hiesigen Landtagskandidaten und Fachleuten bei der Paritätischen Lebenshilfe (PLSW) am Dienstag, aus dem schnell ein verbaler Schlagabtausch erwachsen war.

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Harmonie fürs Foto – im vorangegangenen Gespräch fliegen jedoch die Fetzen zwischen den Politikern.

Quelle: jcp

STADTHAGEN. Ein verbales Gefecht, dem Bürgerwald-Schulleiter Michael Eggelmann und PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling nur noch als Zuhörer beiwohnten. Dabei hatte alles friedvoll begonnen. CDU-Kandidatin Colette Thiemann, Sozialdemokrat Karsten Becker, die Grüne Imke Hennemann-Kreikenbohm, Björn Försterling (FDP), Bildungs- und Jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag sowie Richard Wilmers (WIR) hospitierten im Unterricht der Schule am Bürgerwald. Anschließend berichteten sie in einer Pressekonferenz von dem, was sie gesehen hatten. Das Thema lautete Inklusion – nicht nur schulpolitisch, sondern auch gesamtgesellschaftlich derzeit wohl eines der heißesten Eisen. Im Landkreis machten zuletzt d ie Probleme der Rintelner Grundschulen Schlagzeilen.

Zahl der entsprechenden Auffälligkeiten häuft sich

Becker sagte dazu später, im Fall der Grundschule Deckbergen, wo drei Schüler einen Mitschüler verprügelt hatten, sei es um emotional beeinträchtige Kinder gegangen. Solche wären auch vor der Inklusion bereits auf Regelschulen gegangen. Das Problem läge hier eher in der sich häufenden Zahl entsprechender Auffälligkeiten. Der Streit entzündete sich aber zuvor an Beckers Aussage, die gerade gesehenen Schüler schienen sich in der Schule wohlzufühlen und die Inklusion lasse sich eben nicht innerhalb weniger Jahre erreichen. Thiemann erwiderte darauf, die CDU sei schon immer für den Erhalt der Förderschulen gewesen und es sei „schön, dass auch Herr Becker das inzwischen so sieht“.

Damit war das Gefecht eröffnet, die Front verlief entlang des Tisches mit SPD, WIR und Grünen auf der einen und CDU/FDP auf der anderen Seite. Vor allem verorteten beide Fraktionen beim jeweiligen Gegenüber den eklatanten Mangel an Sozialpädagogen, ein wichtiger Grund für die Schwierigkeiten der Schulen bei der Inklusion. jcp

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