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Stadthagen Stadt Kaninchen verenden am Jahnstadion
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Kaninchen verenden am Jahnstadion
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00:16 11.11.2016
Eine Viruserkrankung lässt Kaninchen derzeit dahinsiechen. Quelle: dpa
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Stadthagen

Das bestätigt Amtstierarzt Dr. Ulf Güber vom Kreisveterinäramt auf Anfrage. Demnach handelt es sich bei der Ursache des Kaninchensterbens um das Virus Myxomatose. „Deswegen muss sich also niemand Sorgen machen“, versichert der Eyperte.

Seit vier Wochen sind am Jahnstadion laut Güber immer wieder Wildkaninchen-Kadaver gefunden worden. „Einmal waren es neun an einem Tag“, so der Amtstierarzt, „insgesamt sind uns bislang gut 20 tote Tiere gemeldet worden.“

Löwenkopfkrankheit

Die Viruserkrankung Myxomatose sorgt nach Auskunft von Güber bei den befallenen Kaninchen für ein immenses Anschwellen der Schleimhäute am Kopf. „Dieser wird dadurch unnatürlich groß, weswegen dieses Erscheinungsbild umgangssprachlich auch Löwenkopfkrankheit bezeichnet wird“. Unter anderem schwellen die Augen zu. Daher können die Kaninchen sich nicht mehr orientieren. Sie sind nicht mehr in der Lage, zu fliehen noch Nahrung zu suchen. „Die Krankheit endet in jedem Fall tödlich, eine Heilung ist nicht möglich“, weiß der Amtstierarzt.

Nach allen bisher gewonnenen Erkenntnissen geht das Veterinäramt davon aus, dass es sich bei dem Krankheitsgeschehen am Jahnstadion „um einen solitären Ausbruch“ handelt. Soll heißen: Nirgendwo anders in Stadthagen oder im Landkreis ist die Myxomatose aufgetreten.

Für das Entstehen der Erkrankungen am Jahnstadion ist laut Güber das ungewöhnlich warme Wetter im September verantwortlich. Das habe zu reichlich Übertragungen durch Krankheitserreger und durch Insekten geführt. Heißt im Umkehrschluss: Durch die jetzige Kälte kommt der Insektenflug laut Güber quasi zum Stillstand. Damit werde die Myxomatose am Jahnstadion in der nächsten Zeit zum Erliegen kommen.

Kranke Tiere bei der Stadtverwaltung melden

Wer ein totes Wildkaninchen auffindet, sollte sich bei der Stadtverwaltung melden, sagt Güber. Der Baubetriebshof entsorge die Kadaver dann sachgerecht. Der Experte rät dazu, die leblosen Körper nicht anzufassen, „und zwar nicht wegen der Myxomatose, sondern weil man sich andere Kadaver- und Schmutzkeime holen kann“. Auch wer am Jahnstadion ein noch lebendes, aber offenkundig krankes Kaninchen sieht, ist gebeten, sich bei der Stadtverwaltung zu melden. Die Behörde versuche das Tier dann zu finden, um es dann „tierschutzkonform zu töten“, um ihm den qualvollen Tod durch die Krankheit zu ersparen. ssr

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