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Katzenhäuser überfüllt

Stadthagen Katzenhäuser überfüllt

Die Tierheim-Leitung in Stadthagen schlägt Alarm: Die Katzenhäuser sind überfüllt. Allein an einem Tag wurden in der vergangenen Woche acht Samtpfoten abgegeben beziehungsweise gefunden. Am Wochenende kamen noch drei hinzu und gestern Morgen wurde erneut ein Tier aufgenommen.

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Der Kater wurde von seinem ehemaligen Besitzer in einer Transportbox nachts vor den Toren des Tierheims Stadthagen abgestellt. Das Tier war in einem erbärmlichen Zustand, das Fell am Rücken komplett verfilzt.

Quelle: pr.

Stadthagen. Von Greta Heine

„Unser Katzenhaus ist nun leider komplett voll“, bedauert Leiterin Kerstin Kassner. Einer der bedauerlichen Neuzugänge ist ein Kater, der in einem verwahrlosten Zustand in einer Transportbox vor den Toren des Tierheims einfach abgestellt worden war. Das Fell des übergewichtigen Katers war verfilzt. Offenbar konnte sich das Tier aufgrund des Übergewichtes nicht mehr selbst putzen. Der Halter hatte es außerdem monate- wenn nicht jahrelang nicht gekämmt. Der Europäisch-Kurzhaar-Kater ist mit elf Kilogramm stark übergewichtig und weder kastriert noch gechipt oder tätowiert. Sein Alter schätzt Tierärztin Beate Finkbeiner auf neun Jahre.

„So etwas haben wir noch nie erlebt, dass eine Kurzhaar-Katze solch ein verknotetes Fell hat“, zeigt sich Kassner empört über den Pflegezustand des Katers. Die Tierärztin schor zunächst Teile des verfilzten Haarkleides, impfte den Kater und erstellte ein Blutbild, um unter anderem nach ansteckenden Krankheiten wie FIP, dem sogenannten Katzen-Aids, zu suchen. Alle Tests waren glücklicherweise negativ.

„Wir gehen davon aus, dass er nur in einer Wohnung gehalten wurde“, vermutet Kassner, da das Tier keinen Floh- oder anderen Parasitenbefall aufweise. Katzen, die draußen unterwegs sind, seien laut der Expertin zu dieser Jahreszeit nämlich selten frei von Parasiten.

Derzeit lebt der verstörte Kater im Tierheim sehr zurückgezogen, versteckt sich vor den Helfern und frisst nicht viel. Dennoch suchen Kassner und ihre Mitarbeiter nach einem liebevollen neuen Zuhause, in dem sich das Tier von seinen Strapazen erholen kann.

Dem ehemaligen Besitzer droht nach Angaben der Stadthägerin eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wer das Tier kennt oder Informationen zur Herkunft des Katers geben kann, sollte sich im Tierheim melden – auch anonym.

Nach einer Frist von sechs Monaten können Fundtiere in die Vermittlung übergehen, sofern sich in dieser Zeit der Besitzer nicht meldet. Diese Frist gilt allerdings nicht für vorsätzlich ausgesetzte Tiere.

Insgesamt werden derzeit allein als Fundtiere 40 Katzen, drei Kaninchen und Mäuse vom Tierheim-Team versorgt.

Wer ein Tier bei sich aufnimmt, muss keine Befürchtungen mit Blick auf den Herbsturlaub haben: Kunden des Tierheims können ihre Schützlinge im Urlaub dort in Pension geben. Dieser Service gilt aber nur für ehemalige Tierheim-Bewohner, betont die Stadthägerin.

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