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Kehrtwende zum Kunstrasen

FC Stadthagen Kehrtwende zum Kunstrasen

Nach langem Hin und Her soll der FC Stadthagen nun doch einen Kunstrasenplatz bekommen. Das hat Bürgermeister Oliver Theiß dem Verein in einem Gespräch zugesichert. Voraussetzung ist, dass das Budget ausreicht. Der Aschenplatz im Jahnstadion ist auch Thema bei der nächsten Sportausschusssitzung.

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Nun soll doch Kunstrasen auf den Aschenplatz kommen.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Eineinhalb Jahre sind ins Land gegangen, ohne dass sich auf dem Ascheplatz am Jahnstadion etwas getan hätte. 2014 hatte der FC Stadthagen einen Antrag auf einen Kunstrasenplatz gestellt, dem die Politik 2015 zustimmte. Im Laufe der Zeit änderten sich die Planungen: von einem Kunstrasen über einen Naturrasen mit Hybridanteil bis hin zu einem reinen Naturrasen. Dies war der letzte Stand – bis Montagabend. Nun will die Verwaltung doch die vom FC favorisierte Variante umsetzen – sollte das Budget dafür ausreichen, wie Bürgermeister Oliver Theiß einschränkt.

„Wir sind jetzt zwar eineinhalb Jahre zurück, aber wir sind doch erleichtert, dass die Verwaltung das Projekt nun voranbringen möchte“, zeigt sich FC-Geschäftsführer Tobias Ogrodnik mehr als überrascht von dem Sinneswandel der Verwaltungsspitze. Er sei mit keinerlei Erwartungshaltung in das Gespräch mit dem Bürgermeister gegangen, umso erfreuter seien er und sein Vorsitzender Dietmar Meier-Brahm über die neue Entwicklung. Man habe sich ein „kurzes Zeitfenster“ gesetzt und einen Maßnahmenplan aufgestellt.

Kunstrasenplatz kostet rund 450.000 Euro

Der FC soll jetzt Angebote von Firmen einholen, um mit belastbaren Zahlen arbeiten zu können. Vor zwei Jahren waren nach einem Ratsbeschluss 285.000 Euro für die Maßnahme in den Haushalt eingestellt worden. Weil ein Kunstrasenplatz – wie Erfahrungen anderer Vereine gezeigt haben – rund 450.000 Euro kostet, sind sowohl eine Förderung(100.000 Euro) als auch Eigenleistungen (rund 20 Prozent der Gesamtsumme, also rund 70.000 Euro) nötig. Für die Förderung werden sowohl Mittel des Landessportbunds (LSB) als auch ZILE (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) in Erwägung gezogen.

Es hatte zwischendurch Unstimmigkeiten darüber gegeben, ob die Förderung des LSB überhaupt infrage kommt, wie Verwaltungsmitarbeiter Niklas Schmidt im Juni im Ausschuss erklärt hatte. Das Modell sei demnach für Vereine mit eigenen Flächen zugeschnitten. Im Fall des Tenneplatzes besteht hingegen nur eine Nutzungsvereinbarung – die nach Ansicht des FC jedoch nur angepasst werden müsse, damit die Förderung beantragt werden könne. Um diese Unsicherheit ein für allemal auszuräumen, soll es zeitnah ein Gespräch beim LSB in Hannover geben. „Wir müssen dann einfach sehen, aus welchen Fördertopf wir das meiste Geld erhalten können“, so Ogrodnik.

Kunstrasen reicht aus

Der Geschäftsführer geht zwar nicht davon aus, dass noch in diesem Jahr Bagger anrücken werden, aber „wir wenden mit Sicherheit noch in diesem Jahr wissen, wie das Projekt final aussehen wird“. Außerdem sei geplant, die Förderung sowie die Firmen zu beauftragen. Die Arbeiten an sich – vom Baubeginn bis zum wieder bespielbaren Feld – seien in wenigen Wochen abgeschlossen.
Theiß wollte sich indes im SN-Gespräch nicht auf einen Zeitrahmen festlegen. Er könne das aktuell noch nicht absehen. Zum vermeintlichen Sinneswandel der Verwaltung zeigt sich Theiß pragmatisch: „Wenn der FC sagt, dass die Summe für einen Kunstrasenplatz reicht, sind wir die Letzten, die das nicht machen wollen.“ Alle Detailfragen sollen jedoch in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sport und Kultur besprochen werden, betont Theiß.

Rückblick: Im März 2014 hat der damalige FC-Vorsitzende Carsten Meier einen Antrag auf einen Kunstrasenplatz gestellt. Der Verein habe bei der Stadt immer wieder nachfragen müssen, bis 2015 Bewegung in die Sache gekommen sei und der Betrag 2016 in den Haushalt eingestellt werden konnte. „Und das ist bitter nötig, bei Regen steht der Platz unter Wasser und ist nicht bespielbar. Die Dränage ist kaputt und der Platz auch durch andere Veranstaltungen und der Nutzung als Parkplatz in einem schlechten Zustand, so Meier, der zwischendurch den Eindruck gehabt habe, dass die Maßnahme einfach nicht gewünscht sei oder es eben drängendere Probleme gebe.

Der Vereine fühlte sich im Stich gelassen, weil die Vertreter ihre Hausaufgaben gemacht und sich bereits auf Sponsorensuche gemacht hatten. Zuletzt hatte der Verein Anfang des Monats auch seine Zustimmung zur Projektänderung ( B-Platz statt Tennenplatz) zurückgenommen, weil zuletzt kein Hybridanteil mehr eingeplant gewesen war. Außerdem gebe es noch immer keine neue Nutzungsvereinbarung. Diese würde vorsehen, dass der 300 Mitglieder starke FC seine Trainings- und Spielzeiten bekannt geben und die freien Zeiten einteilen würde.
Der Ascheplatz soll auch bei der Sportausschusssitzung am Donnerstag, 17. August, um 17 Uhr (Ratssaal) Thema sein. Der Tagesordnungspunkt lautet dort allerdings noch „Sachstandsbericht hybridverstärkter Naturrasenplatz Jahnstadion“.  col

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