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Kein Argument gegen Früherkennung

Brustkrebs-Untersuchung Kein Argument gegen Früherkennung

Alle zwei Jahre kommt das „Mammobil“ nach Schaumburg. Zurzeit steht die mobile Einheit für Mammografiescreening am Kreiskrankenhaus in Stadthagen.

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Die Ärzte Dr. Momme Arfsten (von links), Regine Rathmann und die Mammographie-Screening-Mitarbeiterin Anke Kendberg stellen das „Mammobil“ vor.

Quelle: tbh

Von Tina Bonfert Stadthagen. Seit das Programm 2006 gestartet ist, werden in Stadthagen und Umgebung rund 6700 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren regelmäßig zur Untersuchung eingeladen.

 Nach Angaben von Regine Rathmann, Fachärztin für Radiologie und verantwortlich für das Screening-Programm, ist es ein Angebot, das in Schaumburg bis 2012 von rund 56 Prozent der Angeschriebenen in Anspruch genommen wurde. Bei insgesamt 31 der Untersuchten wurde Brustkrebs am Ende entdeckt.

 Kritik an dem Mammografiescreening und die Furcht vor Risiken der Früherkennungsuntersuchungen haben bei vielen Menschen für Verunsicherung gesorgt. Bedenken, die Rathmann für die „qualitätsgesicherte Untersuchung“ nicht teilt. Sowohl die Untersuchungsmethode und die Geräte, als auch die Befunde würden regelmäßig einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Außerdem: „Die Zahlen zeigen, dass Tumore durch das Screening früher erkannt werden“, ermutigt Rathmann. Sie ist sich sicher, dass derzeit laufende Erhebungen zeigen werden, dass je früher eine Auffälligkeit entdeckt wird, die Heilungschancen umso höher sind. Demzufolge könne auch die Sterberate bei Brustkrebs durch frühzeitige Erkennung gesenkt werden.

 Solange die Tumore klein und die Lymphknoten noch nicht befallen seien, ist eine schonendere und brusterhaltende Behandlung möglich, erklärt Rathmann.

 Auch Dr. Momme Arfsten, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums Schaumburg, appelliert an die Frauen sich untersuchen zu lassen: „Es gibt kein Argument, das dagegen spricht.“ Zwar sei eine Vorsorgemammografie für junge Frauen nicht angeraten, doch mit zunehmendem Alter sei das Gewebe weniger strahlensensibel. Damit sei die Gefahr, durch die Früherkennungsuntersuchung Brustkrebs auszulösen, gering. Im Gegenteil: „Brustkrebs kann geheilt werden, wenn man es früh genug erkennt“, betont die Radiologin.

 Bis voraussichtlich Mitte März wird das „Mammobil“ noch am Krankenhaus bleiben. Dann zieht die mobile Untersuchungseinheit nach Bückeburg weiter. tbh

So wird’s gemacht

Im Anschluss an die Untersuchung im „Mammobil“ werten zwei spezialisierte Ärzte die Röntgenaufnahmen aus. Den Befund erhalten die untersuchten Frauen nach spätestens sieben Werktagen. Über die Ergebnisse werden sie schriftlich informiert. Sollte sich eine Auffälligkeit in der Gewebestruktur der Brust zeigen, werden die Frauen noch einmal zu einer ergänzenden Untersuchung eingeladen. Bei einem Brustkrebsbefund wird in Absprache mit dem Brustzentrum Schaumburg eine Behandlung ausgearbeitet. Frauen ab 50 Jahren, die keine Einladung erhalten haben, können sich ebenfalls untersuchen lassen. tbh

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