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Kein Bürgermeisterwahlverein

Theiß-Unterstützer heuern bei WIR an Kein Bürgermeisterwahlverein

Wird aus WIR die Oliver-Theiß-Partei? Das Gros der Kandidaten, die die Wählerinitiative für die Kommunalwahl aufbietet, ist parteilos – viele davon wollen erklärtermaßen den Bürgermeister gegen die Übermacht der großen Fraktionen unterstützen (wir berichteten). Gegen Vereinnahmungsversuche wehren sich offiziell aber beide Seiten.

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STADTHAGEN. . „Ich habe nicht die Befürchtung, dass uns das völlig verändern könnte“, erklärt WIR-Vorsitzender Richard Wilmers. Es stimme zwar, dass unter den neu Dazugestoßenen einige seien, die sich ausdrücklich auf die Seite des Bürgermeisters schlagen wollen. „Die Initiative wird aber weiterhin von WIR ausgehen“, ist Wilmers überzeugt.
Zwar sei auch er selbst an mehr Rückendeckung für Theiß interessiert, weil er zum einen dessen Ansichten vielfach teile und zum anderen, die Politik der großen Fraktionen im Stadtrat als „destruktiv“ empfinde, sagt Wilmers. „Aber wir haben unsere eigenen Positionen, und wir werden sicherlich auch mal anderer Auffassung sein als Herr Theiß.“ Unterm Strich gelte, so der Vorsitzende: „WIR macht Politik, so wie WIR sie für richtig hält.“
Der Bürgermeister beobachtet die Entwicklung nach eigenen Angaben nur von außen. „Ich bin an diesen Sachen nicht beteiligt, die da jetzt entstehen“, betont er. Er habe zu Beginn – wenn auch „nie ernsthaft“ – mit dem Gedanken gespielt, sich selbst um Unterstützung – zum Beispiel in Form einer eigenen Wählerinitiative – zu kümmern. Theiß: „Es wäre aber zu schwierig gewesen, neben dem Amt noch so etwas ins Leben zu rufen.“
Die Stadthäger, die sich neuerdings bei der WIR engagieren, sind zum Teil Mitglieder der Bürgerinitiative gegen das Asphaltmischwerk am Georgschacht. Theiß ist dort ehemaliges Vorstandsmitglied. Nach dem Ärger um die Ansiedlung des Betriebes verlor der damalige Bürgermeister Bernd Hellmann die Wahl, Theiß kam ins Amt.
WIR-Mitglied will der Bürgermeister ausdrücklich nicht werden. „Das ist die Neutralität, die ich mir nehme“, begründet er und fügt hinzu: „Meine Parteilosigkeit ist mir wichtig.“
Die Auseinandersetzung mit den großen Fraktionen empfinde er zudem nicht als die „Blockadepolitik“, als die sie öffentlich oft dargestellt werde. „In vielen Punkten hat die Zusammenarbeit ja geklappt“, sagt Theiß. „Es ist meine Aufgabe, Mehrheiten zu finden.“
Für ihn sei die Parteizugehörigkeit eines Ratsherrn nicht entscheidend. „Wichtig ist, dass Stadthagen an erster Stelle steht.“ Allerdings hätte Theiß nichts dagegen, wenn es ihm dann in Zukunft leichter falle, sich durchzusetzen. ssr

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