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Kein Ganztag An der Bergkette

Befragungsmodell kritisiert Kein Ganztag An der Bergkette

Der angeblich fehlende Bedarf für einen Ganztagsbetrieb an der Grundschule An der Bergkette stieß beim Ratsausschuss für Schulen und Kindergärten auf ein geteiltes Echo.

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Quelle: Symbolbild dpa

Stadthagen. Die Eltern hätten sich zwar klar positioniert, „das Befragungsmodell ist jedoch nicht nachvollziehbar“, sagte Wendthagen-Ehlens Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller.

 Für sie stelle die Ganztagsbetreuung ein Thema dar, dem sich der Ausschuss auf lange Sicht nicht verschließen könne. Reinsens Ortsvorsteherin Ute Hartmann-Höhnke pflichtete ihr bei und fand ebenso klare Worte: „Meine Wahrnehmung deckt sich nicht mit dem Umfrage Ergebnis.“ Hartmann-Höhnke habe während des Neubürger-Empfangs in Reinsen mit einigen Eltern sprechen können, die genau diese fehlende Betreuungsmöglichkeit kritisiert hätten. Im Ausschuss wurden gleich mehrere Stimmen laut, dass nicht alle Eltern befragt worden seien, die direkt von dem Thema betroffen sind.

 Koller schlug vor, die Umfrage zeitnah zu wiederholen. „Nächstes Jahr sollten alle Eltern aus Wendthagen daran teilnehmen, vom Kleinkind bis zum Drittklässler“, ergänzte Hartmann-Höhnke. Ihrer Meinung zufolge ist der Bedarf für einen Ganztagsbetrieb an der Grundschule an der Bergkette durchaus da, „da spreche ich wohl für viele Eltern“.

 Richard Wilmers, Sprecher der Ratsgruppe WIR/FDP, zeigte sich hingegen wenig überrascht von dem Ergebnis. „Der Einzugsbereich an der Bergkette ist nicht mit der Kernstadt Stadthagen vergleichbar, wo die ganztägige Betreuung durchaus notwendig ist und angenommen wird“, bewertete Wilmers die Situation.

 Iris Freimann von der Stadtverwaltung betonte, dass die Umfrage lediglich eine Momentaufnahme des Bedarfs darstelle. Sie gab an, dass die Befragung der Eltern so oder so in einem regelmäßigen Turnus wiederholt werden soll.

 Die Stellvertreterin des Bürgermeisters betonte außerdem, dass die Erweiterung der Betreuungszeiten ein großer Schritt sei, der gut überlegt sein müsse. Für Schule, Eltern und Kinder ändere sich dadurch sehr viel. „Diese große Veränderung herbeizuführen, sehen wir aktuell als nicht möglich an. Außerdem gibt es auch Eltern, die es begrüßen, wenn an ihrer Schule kein Ganztagsbetrieb herrscht“, ergänzte Freimann. Auch an diese Eltern müsse man denken.

 Dass die Schulleitung der Grundschule an der Bergkette diesem Thema gegenüber durchaus aufgeschlossen ist, warf Hartmann-Höhnke ein. „Ich habe mit ihr gesprochen“, sagte Hartmann-Höhnke. Es müssten jedoch die entsprechenden finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, sagte die Ortsvorsteherin mit Blick auf die Vertreter der Verwaltung.

 Im Zuge der Bedarfsabfrage zur Ganztagsschule an der Grundschule An der Bergkette wurden im März insgesamt 90 Fragebögen versendet. 70 gingen an Eltern von Schulkindern, 20 an Eltern von Kindergartenkindern. 71 Bögen erhielt die Verwaltung zurück, was einer Beteiligung von etwa 79 Prozent entspricht. mak

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