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Kein Gebot der Menschenwürde

Vortrag Kein Gebot der Menschenwürde

Karl-Hinrich Manzke, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, hat sich in einem Vortrag in der Stadtäger St. Martini-Kirche dem Thema Sterbehilfe gewidmet. Der Theologe befürwortet ein Verbot.

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 Karl-Hinrich Manzke sieht in einem Verbot der Sterbehilfe keine Verletzung der Menschenwürde.

Quelle: on

Stadthagen. Ein solches verstößt aus seiner Sicht nicht gegen die im Grundgesetz verankerte Unantastbarkeit der Menschenwürde.

 Der Mensch, so Manzke, überschätze die Bedeutung der Selbstbestimmung. Diese Idee stamme aus der Epoche der Renaissance. Ende des 15. Jahrhunderts entstand die These, die Würde des Menschen liege in der Selbstständigkeit seiner Seele. Durch seine Entscheidungsfreiheit bestimme er, ob er sich dem Guten oder dem Schlechten zuwende.

 Unterschiedliche Denkschulen entsprangen dieser Grundidee, unter anderem der Liberalismus. Nach dessen Willen soll der Einzelne viele individuelle Freiheiten genießen – was man auch auf den eigenen Tod beziehen kann.

 Das Freiheitsverständnis des Liberalismus im Hinblick auf die Würde des Menschen berge aber die Gefahr der Selbstüberschätzung, befand Manzke in St. Martini. Und die zeige sich in der Diskussion um die aktive Sterbehilfe.

 Im Grundgesetz sei die Würde des Menschen nicht näher beschrieben. Nachfolgende Paragrafen sprächen sich aber eindeutig für den Erhalt des Lebens aus. Deshalb ist es aus Manzkes Sicht falsch, die aktive Sterbehilfe als Teil der Menschenwürde gesetzlich zuzulassen. on

on

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