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Kein Geheimrezept gegen Exzesse

Stadthagen / Vortrag Kein Geheimrezept gegen Exzesse

Der regelmäßige Alkoholkonsum unter Jugendlichen sei insgesamt rückläufig, dafür gebe es aber einen kleinen Kreis, der das Trinken exzessiv betreibe. Das berichtete Ulrike Suckow, Mitarbeiterin der Fachstelle Suchtprävention des Diakonischen Werkes, im Zuge der Diskussionsrunde „Droge Alkohol – Ausstieg vor dem Einstieg“ am Wilhelm-Busch-Gymnasium.

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Das Thema Alkohol kann für Eltern und Kinder zur Herausforderung werden: Ulrike Suckow (rechts), Dominika Lachowicz und Axel Bergmann geben Tipps zur Prävention. © kil

Stadthagen (kil). Gemeinsam mit Kollegin Dominika Lachowicz und Axel Bergmann von der Stadthäger Polizei führte Suckow gestern Abend rund 30 Gäste – überwiegend Erwachsene und einige Jugendliche – in das Problemfeld „Jugend und Alkohol“ ein. Dabei ging es vor allem um das „Binge-Drinking“ – das bedeutet, viel Alkohol in einem kurzen Zeitraum zu trinken, wobei die Wirkung schlagartig einsetzt. Bergmann betonte, dass es nicht Ziel des Abends sei, „den Alkohol zu verteufeln“, sondern für einen reflexiven Umgang mit der heutigen „Gesellschaftsdroge“ zu sensibilisieren.

Die Zahl der Jugendlichen im Alter von zehn bis 20 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, habe sich extrem gesteigert, stellte Lachowicz heraus. Seien es im Jahr 2000 bundesweit etwa 9000 Jugendliche gewesen, habe es im Jahr 2008 rund 25000 Einweisungen gegeben. Das Problem Alkohol betreffe aber nicht nur die Jugend, auch zwischen 40 und 50 Jahren stiegen die Fälle von Alkoholvergiftung wieder an.

„Die negativen Folgen sind vielfältig“, erklärte Suckow. Angefangen von sozialen bis hin zu gesundheitlichen Schäden. Die Motivation, zu trinken, teilte Suckow in zwei Bereiche auf: das „soziale Trinken“, um Freude zu erleben, und das Trinken zur Frustbewältigung. Betroffen seien Jugendliche, unabhängig von sozialen Schichten. „Ein Geheimrezept gibt es dagegen nicht“, sagte Lachowicz. Besonders wichtig sei es, dass sich die Eltern vorbildlich verhielten und auch mal unverhandelbare Grenzen setzen.

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