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Kein Kreisel am Knotenpunkt

Beratung über unfallträchtige Kreuzung Kein Kreisel am Knotenpunkt

Einen Kreisverkehr wird es vorerst am Knotenpunkt Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße/Krumme Straße nicht geben.

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Noch haben die Politiker keine Lösung für die unfallträchtige Kreuzung gefunden.

Quelle: Archiv

STADTHAGEN. Der Bau- und Planungsausschuss ist aber auch dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht gefolgt, der eine neue Ampelanlage vorsieht. Das Thema soll erneut in den Fraktionen beraten werden. Ende 2015 hatte die Stadt die Planungen in Auftrag gegeben, weil es immer wieder zu Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern gekommen war. Im Mai war eine Siebenjährige ums Leben gekommen, als sie von einem Lkw erfasst worden war.

Spielhalle steht im Weg

Im Anschluss hat die Verkehrsbehörde die Radwegebenutzungspflicht auf der Vornhäger Straße bis zum Ostring aufgehoben, gleiches gilt seit September für die beiden anderen Straßen. Außerdem wurde eine Grünphase für Radfahrer an der Kreuzung Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße eingerichtet.

Die Verwaltung hatte bereits Ende 2015 eine gutachterliche Untersuchung in Auftrag gegeben, welche der drei Varianten – ein kleiner Kreisverkehr, ein Mini-Kreisverkehrsplatz oder eine neue Lichtsignalanlage – verfolgt werden sollte. Die Ergebnisse wurden nun von Bauamtsleiter Gerd Hegemann vorgestellt. Städtebaulich die „schönste Lösung“ sei ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 28 Metern.

Problematisch sei bei dieser Variante allerdings, dass der Geradeausverkehr von der Krummen zur Vornhäger Straße fast ungebremst durch den Kreisel fahren könne. Darin sieht die Verwaltung eine erhöhte Unfallgefahr. Um den Kreisverkehr so weit zu verschieben, dass dieses Problem gelöst und die Gestaltungsmöglichkeiten erweitert werden könnten, sei der Abriss der Spielhalle nötig. Sowohl rechtlich als auch finanziell sei dies problematisch. „Einen öffentlichen Anspruch für einen Abbruch können wir nur geltend machen, wenn es keine Alternativen gibt“, so Hegemann.

Kreisel birgt auch Gefahren

Die kleinere Variante des Kreisels wäre zwar günstiger, der Verkehrsgutachter rät jedoch ab, weil es zu gefährlichen Situationen kommen könne. Mit 4,6 Prozent sei das Aufkommen von Lkw hoch, diese würden den Kreisel wie eine Kreuzung nutzen, Pkw und Radfahrer allerdings wie einen Kreisverkehr.

Letztlich kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass eine Ampelanlage die beste Lösung wäre. Die Kosten werden mit 180 000 Euro (plus 36 000 Euro Honorar) beziffert. Die jährlichen Wartungs- und Stromkosten würden mit 2500 Euro zu Buche schlagen.

Favorisiert wird diese Variante auch vom Behindertenrat der Stadt, weil Kreisel für Sehbehinderte eine große Gefahr darstellten, wie der Vertreter des Behindertenbeirats, Matthias Gläser, erklärte. Dies habe eine Begehung mit einer Blindensimulationsbrille deutlich gemacht.

Gegen den Vorschlag der Verwaltung hat sich Heiko Tadge (CDU) ausgesprochen. Es gebe keine Notwendigkeit, nachdem die Ampelphasen in dem Bereich umgestellt worden seien, sofort einzugreifen, „wir haben keinen Zeitdruck“. Weder ein Mini-Kreisel komme für die Christdemokraten infrage, noch eine Ampelschaltung. „Wir sind der Auffassung, dass der kleine Kreisverkehrsplatz die beste Lösung ist.“

Jürgen Burdorf (WIR) plädierte für eine Bürgerbeteiligung. Diese Idee wurde ins Protokoll aufgenommen. Auch seitens der SPD, der Grünen und der FDP gibt es nach Worten der Kommunalpolitiker noch Diskussionsbedarf. Zudem sollten zu diesem „stark emotional belasteten“ Thema die Leitungen von Grundschule und Kita sowie Eltern und der ADFC gehört werden.  col

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