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Stadthagen Stadt Kein Pächter in Sicht
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Kein Pächter in Sicht
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00:26 19.12.2014
Der aktuelle Pachtvertrag für das Café im Schlossgarten läuft im April aus.  Quelle: rg
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Von Verena Insinger

Stadthagen. Die CDU sieht die Verwaltung am Zuge. Bevor ein neuer Pächter die Gastronomieeinrichtung übernimmt, sei es sinnvoll, am Schlossgartenteich „einen modernen und zeitgemäßen Restaurantbetrieb zu schaffen“, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. Die Christdemokraten empfehlen ein vollkommen neues Konzept für das Café.

„Wir sollten den bevorstehenden Pächterwechsel und die Probleme mit der Gewinnung geeigneter Gastronomen konsequent nutzen, um das Angebot an dieser für den Tourismus nicht uninteressanten Stelle zu bereichern“, erklärte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Heiko Tadge. Besonders die Neuausrichtung des touristischen Angebotes im Rahmen der Initiative „Historische Städte im Weserbergland“ biete die Chance, das Kleinod im Schlossgarten zukunftsfähig zu machen.

Dafür sei die Fraktion bereit, den kompletten Anbau vor dem historischen Pavillon durch einen Neubau mit „Erlebnischarakter“ zu ersetzen. Damit solle der Schlossgarten zu einem Glanzlicht im touristischen Angebot werden, der an dieser Stelle „hervorragend mit einem Biergarten zu ergänzen wäre“, heißt es weiter.
Doch solche Investitionen sind in Zeiten klammer Kommunen wie Stadthagen nicht einfach zu schultern. Das weiß auch die CDU. Die Verwaltung sollte dafür auf „unrealistische Überlegungen wie den Ankauf und den Umbau des Bahnhofgebäudes“ verzichten.

In das städtische Gebäude zu investieren, sei „sicherlich eine Möglichkeit“, sagt Bürgermeister Oliver Theiß. Veränderungen jeglicher Art sollten allerdings zuerst mit den neuen Betreibern besprochen werden. Eine Alternative sei auch, dass die Schaumburger Privat-Brauerei als Hauptpächter des Cafés in eine Umgestaltung investiere. Doch das sei Zukunftsmusik.
Erst einmal müsse ein Nachfolger für Christa Tadge gefunden werden. „Wir suchen aktiv nach Pächtern“, betont Theiß.

Doch bislang bleibt der Erfolg aus. Christa Tadge habe der Stadt allerdings signalisiert, dass sie bereit sei, das Café auch über April hinaus zu betreiben – in der Hoffnung, dass schnellstmöglich ein Nachfolger gefunden wird.

Der Verwaltungschef hofft im Zuge der laufenden Arbeiten in dem Areal – wie Erneuerung der Sonnenuhr und Aufstellen von Infotafeln auf Säulen – auf stärkeren Zulauf im Park. „Das Café soll dort weiterhin der Mittelpunkt sein“, sagt Theiß. Bevorstehende Investitionen bespreche er allerdings erst mit dem Pächter. „Und am Ende muss die Politik über Ausgaben entscheiden.“

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