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Kein Schnellschuss mit dem Pflaster

Rahmenkonzept angekündigt Kein Schnellschuss mit dem Pflaster

Der seit Langem diskutierte Austausch des Kopfsteinpflasters in der Fußgängerzone lässt weiter auf sich warten. Wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann auf Anfrage mitteilt, soll zunächst ein „Rahmenkonzept zur Überarbeitung der Fußgängerzone“ erstellt werden.

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Das Kopfsteinpflaster erschwert die Fortbewegung unter anderem für Rollstuhlfahrer.

Quelle: rg

Stadthagen. Ein Teilaspekt davon werde die Frage des Kopfsteinpflasters sein. Das Konzept soll im Frühjahr 2017 vorliegen. Der Austausch des Kopfsteinpflasters wird von vielen Seiten deshalb gefordert, weil es für Menschen mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen die Fortbewegung erschwert.

Das lange erwartete Geld für eine Umgestaltung des Kopfsteinpflasters stünde mittlerweile zur Verfügung. Die Mittel aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, die dafür verwendet werden könnten, sind seit einigen Tagen per Bewilligungsbescheid sicher.

Gleichwohl sieht es das Bauamt laut Hegemann nicht als zielführend an, die Kopfsteinpflasterfrage „jetzt als isolierten Schnellschuss anzugehen“. Die erforderliche Überarbeitung der Fußgängerzone bestehe aus mehreren, unmittelbar aufeinander bezogenen Elementen.

Auch Beleuchtung muss erneuert werden

So müsse etwa die Beleuchtung erneuert werden, da einige Lampen abgängig seien. Ersatzteile gebe es dafür nicht mehr, weil der Lampentyp veraltet sei. Denkbar seien neue Lampen, mit denen auch Fassaden beleuchtet werden können. Diese müssten aber teils an anderen Stellen positioniert werden, was das Umlegen von Leitungen, also das Aufreißen des Bodens bedeuten würde. Das sollte laut Hegemann vernünftigerweise in einem Zuge mit einer eventuellen Umgestaltung des Kopfsteinpflasters passieren, „damit man nicht kurz hintereinander zweimal buddelt“.

Zum zweiten seien etliche Bereiche der neben dem Kopfsteinpflaster verlegten Klinkerpassagen durch Absenkungen schadhaft. Diese Flächen müssten neu verlegt werden, was mit einer eventuellen Umgestaltung des Kopfsteinpflasters direkt verknüpft werden müsste, „um nicht neue Stolperfallen zu erzeugen“, wie Hegemann verdeutlicht.

Nicht zuletzt bestehe der Wunsch von Beschickern des Wochenmarktes, Gestaltungselemente des Marktplatzes umzuformen. Grund: Es wird immer schwieriger, die großen Wagen um die derzeitigen Stufen und Betonelemente herum zu rangieren. Auch dies könne Umgestaltungen bedeuten, die unmittelbar mit dem Kopfsteinpflaster zu tun haben.

Nach Überzeugung des Bauamtes müssen alle diese Aspekte in ein einziges schlüssiges Konzept gegossen und „in einem Rutsch erledigt“ werden. Die planerischen Arbeiten daran würden in Kürze starten, kündigt Hegemann an.

Noch keine ideale Lösung gefunden

Was das Kopfsteinpflaster selber angehe, „haben wir eine ideale Lösung bisher noch nicht gefunden“, räumt Hegemann ein. Eine Option wäre demnach kleinteiligeres Sandstein-Kopfpflaster, „das aber auch nicht wirklich glatt ist“. Eine andere Option bestehe aus rotem Holländer-Klinker, wie er ansonsten in der Fußgängerzone verlegt sei. „Diesen Farbton gibt es für diesen Klinker aber nicht mehr, sondern nur einen ähnlichen“, weiß Hegemann: „Das sähe dann nebeneinander wie gewollt und nicht gekonnt aus.“ Insofern sei man bislang „nur auf kompromissbehaftete Lösungen gestoßen“, so der Bauamtsleiter.  ssr

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