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Kein Verdursten beim Blackout

Wasserversorgung auch ohne Notbrunnen Kein Verdursten beim Blackout

Trinkwasser ist ein unverzichtbares Gut der öffentlichen Infrastruktur. Notbrunnen für die Versorgung im Katastrophenfall wie in anderen Kommunen gibt es in Stadthagen nicht, doch Landkreis und Wasserversorger sind sich sicher, dass die Versorgung beim Ausfall der eigenen Wasserwerke ewährleistet ist.

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Quelle: dpa

STADTHAGEN. Die Kreisstadt liegt am nordöstlichen Rand des Versorgungsbereichs der Stadtwerke Schaumburg-Lippe (SSL), die etwa den westlichen Landkreis abdecken. Der Osten wird fast vollständig vom Wasserverband Nordschaumburg (WVN) versorgt, in dessen Bereich auch Probsthagen und Habichhorst fallen. Die kleineren Wasserbeschaffungsverbände Wendthagen und Obernwöhren und die Wasserversorgung der Samtgemeinde Nienstädt liegen südlich der Kreisstadt.

 Vier Wasserwerke und knapp 15 Fassungsanlagen stehen nach Informationen des Landkreises im Stadtgebiet zur Verfügung. „Durch das dezentrale Wassernetz in Schaumburg sind Notbrunnen nicht unbedingt notwendig“, erklärt Sprecherin Anja Gewald. Sollte durch einen Stromausfall oder andere Störungen ein Wasserwerk ausfallen, könne der Bedarf ermittelt und von den umliegenden Versorgern in das Netz geleitet werden. „Dass so viele ausfallen, dass auch die gegenseitige Hilfe nicht mehr ausreicht, ist sehr unwahrscheinlich“, sagt Gewald. Sollten alle Stricke reißen, stehen beim Technischen Hilfswerk in Rinteln Experten für die mobile Wasseraufbereitung bereit, die schon internationale Einsatzerfahrung sammeln konnten.

Kritische Infrastruktur

 Michael Sokoll, Technischer Leiter der SSL, ist vorsichtig mit der Preisgabe von Details zum Trinkwassernetz, schließlich handele es sich dabei um „kritische Infrastruktur“, die des Schutzes bedarf. Im Normalbetrieb stammen zwischen 30 und 50 Prozent des Stadthäger Trinkwassers aus der Hauptleitung aus dem Südosten, die von Engern aus versorgt wird, verrät Sokoll. Es gebe genug Kapazitäten im gesamten Netz, um lokale Defekte kompensieren zu können.

 „Verbindungsstellen zum WVN gibt es an der Habichhorster, Vornhäger und Probsthäger Straße“, zählt dessen Geschäftsführer Werner Volker auf. „Da sich diese aber in unserem Randgebiet befinden, haben die Leitungen einen kleiner werdenden Querschnitt, um das durchfließende Wasser darin hygienisch zu halten.“ Bei kleineren Störungen wie Rohrbrüchen, haben sich die Versorger schon gegenseitig ausgeholfen, was aber nicht öfter als vier Mal im Jahr vorkomme. „Die komplette Versorgung Stadthagens können wir darüber aber alleine nicht leisten“, so Volker.

 Um auf großflächige Katastrophen reagieren zu können, haben die SSL neben einem Maßnahmenplan mit dem Landkreis nach Andeutung Sokolls „gewisse Vorkehrungen“ getroffen – so könne die Kommunikation der Mitarbeiter zum Beispiel über Satellitentelefone aufrecht erhalten werden. geb

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