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Keine Beförderung ohne gültige Fahrkarte?

Stadthagen Keine Beförderung ohne gültige Fahrkarte?

Die lokalen Busunternehmen Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG), Rottmann und Spannuth (RSO) und Ruhe Reisen berichten von sehr wenigen Schwarzfahrern und seltenen Sanktionen. Kontrollen werden nur unregelmäßig veranlasst.

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Viel los am Stadthäger ZOB, da kann man als Busfahrer schon mal den Überblick verlieren.

Quelle: jw

Stadthagen.  „Die Problematik mit dem Schwarzfahren hält sich in Grenzen“, berichtet Dirk Rottmann, Geschäftsführer von RSO. Grund dafür sei, dass der Großteil der Passagiere Schüler sind, die bis zur zehnten Klasse Anspruch auf eine Fahrkarte haben und diese in der Schule ausgestellt bekommen. Zudem sorge die geschlossene Abfertigung am vorderen Eingang der Busse dafür, dass kaum jemand unbemerkt in das Fahrzeug kommt. Durch den engen Gang wird der Einlass verlangsamt, wodurch der Fahrer genug Zeit hat, jede einzelne Fahrkarte der Passagiere in Augenschein zu nehmen. „Wie bei allen Busunternehmen gilt auch bei uns der Grundsatz: Ohne gültige Fahrkarte keine Beförderung“, so Rottmann. Auch die hinteren Türen der Busse würden nur wenig Möglichkeit bieten, unbemerkt in das Fahrzeug zu gelangen. „Unsere Busse steuern meist nur zentrale Plätze an, an denen die Passagiere entweder eingesammelt oder rausgelassen werden. Beim Einsammeln sind die hinteren Türen dann verschlossen“, berichtet der RSO-Geschäftsführer.

 Kontrollen während der Fahrt in den Bussen gibt es bei RSO nicht. Auch Johannes Wilkening-Ruhe, Geschäftsführer bei Ruhe Reisen möchte Schwarzfahren nicht als Problem bezeichnen. „Versuche, unbemerkt in den Bus zu gelangen, gibt es schon. Durch die Überprüfung am Eingang klappt das aber kaum“, so Wilkening-Ruhe. Kontrollen, um die Schwarzziffer der Passagiere ohne Fahrkarte einzudämmen, gibt es aber nur sehr selten und zudem unregelmäßig.

 Bei der SVG werden die Kontrollen in den Bussen etwas anders gehandhabt. Ein bis zwei Mal im Monat laufen Kontrolleure durch die Busse und überprüfen die Gültigkeit der Fahrkarten. Die Schwarzfahrer-Zahlen sehen dadurch etwas anders aus als bei den anderen Busunternehmen. „Rund 50 Schwarzfahrer stellen wir im Jahr“, berichtet Dirk Nolte, Betriebsleiter der SVG. Deutlich mehr als bei Ruhe Reisen und RSO, die zudem durch seltene und fehlende Kontrollen gar keine Zahlen nennen können. Als Problem kann Nolte das Schwarzfahren trotzdem nicht bezeichnen.

 Wer ohne Fahrkarte im Bus erwischt wird, muss bei allen Unternehmen 40 Euro zahlen. Gegenüber Schülern, die ihre Karte vergessen haben, sei man jedoch kulant. „Den Fahrschein kann man am nächsten Tag nachzeigen“, so Nolte.

 Alles in Ordnung – die Fahrkarte ist gültig, der Passagier darf den Bus betreten.

 Foto: jw

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