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Keine Lösung für Kopfsteinpflaster-Problematik

Festgefahren Keine Lösung für Kopfsteinpflaster-Problematik

Eine Lösung der Kopfsteinpflaster-Problematik zeichnet sich frühestens für 2016 ab. Dann will die Verwaltung der Politik ein Konzept vorlegen, wie die Begehbarkeit der Altstadt verbessert werden kann. Ein Konsens zwischen den Fraktionen ist derzeit in weiter Ferne.

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Vorsicht Stolperfalle: Das Kopfsteinpflaster erschwert vor allem Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren den Einkaufsbummel.

Quelle: rg

Stadthagen (ber). Heiko Tadge will zunächst die Haushaltsberatungen abwarten. „Dann wissen wir, inwieweit wir das Thema bereits im kommenden Jahr angehen können“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU. Einen kompletten Rückbau schließt Tadge aus Kostengründen aus. „Außerdem ist die Pflasterung optisch gelungen.“
Vor allem für Gehbehinderte, Menschen mit Rollatoren und Familien mit Kinderwagen ist die grobe Pflasterung in der Innenstadt allerdings ein schwer zu überwindendes Hindernis beim Einkaufsbummel. Das sieht auch Tadge so, der sich deshalb für Querungshilfen ausspricht. „Um ein einheitliches Stadtbild zu erhalten, sollten die bereits vorhandenen Betonpflastersteine an den Querungsschwerpunkten durchgezogen werden.“
Aus Sicht von Richard Wilmers (WIR/FDP-Gruppe) reichen Querungshilfen nicht aus, da sie die Begehbarkeit der Altstadt nur punktuell verbessern. „Stattdessen sollten wir Schritt für Schritt das Pflaster in den einzelnen Straßen komplett zurückbauen“, fordert Wilmers. Dadurch könne die Stadt die Kosten auf mehrere Haushaltsjahre verteilen.
Einer „großen Lösung“ will sich auch Jan-Philipp Beck, Sprecher der rot-grünen Mehrheitsgruppe, nicht verschließen. Allerdings gelte es, zunächst das Altstadtkonzept abzuwarten und zwischen Begehbarkeit und historischem Flair genau abzuwägen – ein Argument, das für Wilmers keine Gültigkeit besitzt. „Wir können die Bürger, die jetzt eine Verbesserung wollen, nicht mit dem Argument vertrösten, dass es im Mittelalter auch schon so war.“
In diesem Punkt pflichtet Tadge dem Sprecher der WIR/FDP-Gruppe bei. Zumal das Kopfsteinpflaster gar nicht historisch sei, „sondern auf historisch getrimmt wurde“.
Becks Vorschlag, das Problem kurzfristig durch eine Zwischenlösung zu beheben, ist nach Ansicht von Tadge zum Scheitern verurteilt. „Das hat sich bereits in anderen Kommunen als nicht praktikabel erwiesen.“
Damit meint der CDU-Fraktionsvorsitzende nicht nur den gescheiterten Schleiftest, sondern auch das von Beck ins Spiel gebrachte Verfüllen der Fugen zwischen den Pflastersteinen. „Ich habe mit dem Bauamt in Minden gesprochen, das dies versucht hat. Die Mitarbeiter haben mir erklärt, dass das Stadthäger Pflaster viel zu grob dafür ist.“ Daher sei es teuer und wirkungslos, jetzt in Aktionismus zu verfallen.

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