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Keine Querungshilfen in den Ortsteilen

Planungs- und Bauausschuss Keine Querungshilfen in den Ortsteilen

Die 15 von den Ortsvorstehern gewünschten Querungshilfen in Form von Mittelinseln auf Straßen werden aller Voraussicht nach nicht zustande kommen. Das hat Bauamtsleiter Gerd Hegemann im Planungs- und Bauausschuss zu verstehen gegeben. Verkehrszählungen hätten ergeben, dass die Hilfen nicht notwendig sind.

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Auch an dieser Stelle in Reinsen bei der Abbiegung zum Großen Karl wird es aller Voraussicht nach keine Querungshilfe geben.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Demnach wurden an etlichen der gewünschten Stellen Verkehrszählungen vorgenommen. Gemessen wurde etwa in Krebshagen (Kreisstraße/Höhe Kohlenweg) ein Höchstaufkommen von 170 Fahrzeugen in der Stunde. Weitere stündliche Spitzenwerte: In Ehlen (Hauptstraße/Ecke Ziegenbrink) waren es 200 Fahrzeuge, in Ehlen (Schaumburger Weg/Ecke Hauptstraße) 230 Fahrzeuge und in Enzen (Hobbenser Straße) 445 Fahrzeuge.

Nach Darstellung von Hegemann sehen die einschlägigen Richtlinien aber vor, dass ein Spitzenwert von mindestens 1000 Fahrzeugen in einer Stunde vorliegen muss, um die Einrichtung einer Querungshilfe notwendig zu machen. „Davon sind wir hier weit entfernt“, bilanzierte Hegemann. Bei einem Spitzenwert ab 250 Fahrzeugen in einer Stunde könne eine Querungshilfe im Zweifel zumindest empfohlen werden. Aber auch hier liege man darunter, mit Ausnahme der Hobbenser Straße in Enzen.

Weil es sich bei den betreffenden Straßen um Kreis- oder Landesstraßen handelt, liegt die Zuständigkeit und damit die Entscheidungsbefugnis bei der Verkehrsbehörde des Landkreises. Und diese wird nach Einschätzung von Hegemann keine Querungshilfe genehmigen, wenn die von der Richtlinie geforderte notwendige Fahrzeugzahl nicht vorliegt.

Kosten würden sich im fünfstelligen Bereich bewegen

Über die fehlenden Voraussetzungen mit Blick auf die Fahrzeugdichte hinaus sind auch die baulichen Bedingungen nach Schilderung von Hegemann schwierig. Demnach wurde an den gewünschten Stellen die Breite der Fahrbahn und der Seitenanlagen vermessen. Das Ergebnis: An keiner Stelle weist die Fahrbahn die für den Einbau einer 2,50 Meter breiten Mittelinsel erforderliche Breite von neun Metern auf. Die Folge wäre, dass beim Einbau wegen der nötigen Verbreiterung in die Seitenanlagen eingegriffen werden müsste. Bei acht der 15 Stellen wäre sogar der Erwerb von Grundeigentum erforderlich. Die Kosten pro Querungshilfe würden sich dadurch deutlich im fünfstelligen Bereich bewegen. Nicht zuletzt gibt es bei einigen der Stellen nur auf einer Seite einen Gehweg, etwa in Reinsen an der Ecke An der Bergkette/Zum Großen Karl.

Die Ausschussvorsitzende Ute Hartmann-Höhnke (SPD) stellte fest, man müsse diesen Bericht wohl so zur Kenntnis nehmen. Andreas Ahnefeld (CDU) merkte an, das Ergebnis sei bedauerlich, denn Verkehrsinseln seien eine gute Maßnahme zur Abmilderung überhöhter Geschwindigkeiten. Mehrere Ausschussmitglieder schlugen vor, alternativ solle man sich mit der Möglichkeit befassen, an den Ortseingängen geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen zu prüfen. ssr

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