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Keine Revolution

Stadthagen / Naturfreibad Keine Revolution

Der Vorschlag der Grünen, ein Naturbad in Stadthagen einzurichten, stößt bei den Spitzen der anderen Fraktionen am ehesten auf so etwas wie zurückhaltenden Zuspruch.

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Die Grünen können sich den Teich am Tropicana als Naturbad vorstellen.

Quelle: ssr

Schöne Idee, lautet der Tenor. CDU-Chef Heiko Tadge allerdings mahnt in deutlichen Worten die Finanzierungsfrage an, WIR/FDP-Sprecher Richard Wilmers kritisiert,  der Vorschlag sei „alles andere als revolutionär“.

 „Das ist sicher interessant und kann eine aktive Bereicherung darstellen“, so Tagdes erste Reaktion. Aber: „Mit fehlt der Glauben an die Finanzierbarkeit.“ Die von den Grünen in Erfahrung gebrachten 3,5 Millionen Euro, die das Vorbild-Bad in Bielefeld-Brackwede gekostet hat, würden in Stadthagen „mit Sicherheit“ noch getoppt.

 „Ein guter Vorschlag, aber gute Vorschläge machen kann jeder“, sagt Tadge. Als Nächstes stelle sich dann die Frage nach der Realisierbarkeit. Zur Idee einer vorausgehenden Machbarkeitsstudie meint der Christdemokrat: „Die kostet auch wieder Geld.“ Aus Mitteln der Stadt allein sei ein solches Projekt definitiv „nicht finanzierbar“.

 Zur Geldfrage bemerkt auch WIR/FDP-Fraktionssprecher Richard Wilmers: „Die 3,5 Millionen Euro liegen über den 2,5 Millionen, die eine Reaktivierung des alten Bades kosten würde.“ Zunächst sei er aber „positiv überrascht“ von dem Vorstoß gewesen. „Selbstverständlich ist es schön, dass die Grünen sich unserer langjährigen Forderung nach einem Freibad in Stadthagen nun anschließen.“

 Kritik übt Wilmers aber am Zeitpunkt. Um eine Revolution handele es sich wohl kaum. Der WIR-Sprecher: „Ganz ehrlich: Das ist nichts wahnsinnig Neues.“ Die Grünen hätten schon längst auf die WIR/FDP-Position einschwenken können.

 Uneingeschränkt „dafür“ zeigt sich Jan-Philipp Beck (SPD) – zumindest, wenn es um die Aufnahme des Vorschlags in die bevorstehende Bürgerbefragung zum Thema Freibad geht. Es komme allerdings darauf, dass die Frage richtig gestellt werde. Beck zufolge sollte nicht ausgelotet werden: Naturbad oder nicht? Vielmehr stelle er sich einen Fragenkomplex mit mehren Möglichkeiten im Multiple-Choice-Stil vor. Unter den denkbaren Antworten sollte dann eben zusätzlich zum Außenschwimmbecken und weiteren Varianten auch das Naturbad abgebildet sein.

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