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Keine Risse, kaum Streusalz weg

Stadthagen / Bilanz Keine Risse, kaum Streusalz weg

So gut wie keine Risse und Löcher in den Straßen und nur sehr wenig Streusalz verbraucht – das ist die Bilanz des insgesamt relativ milden Winters 2011/12 für den Stadthäger Baubetriebshof.

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Prall gefüllt ist das Streusalz-Lager des Baubetriebshofs.

Quelle: rg

Stadthagen. Stadthagen (ssr). „Wir haben zwar hier und da mal ein neues, frostbedingtes Loch in der Fahrbahn gehabt“, bilanziert Uwe Matulinski, Straßenbauexperte im städtischen Bauamt: „Aber die durch den Winter verursachten Straßenschäden waren in dieser Saison nur marginal.“

 Ursache dafür sei das Ausbleiben mehrerer starker Temperaturwechsel speziell in nassen Phasen gewesen. Denn dieses sei eine Konstellation, welche häufig Frostschäden hervorrufe – zum Beispiel verstärkt in den beiden vorangegangenen Wintern. Zwar habe es 2012 eine extrem kalte Periode Anfang Februar gegeben, ergänzte Pressesprecherin Bettina Burger, „aber da war es sehr trocken und auch das erspart uns Schäden.“

 Starke Auswirkungen hatte der Verlauf des Winters auch beim Thema Streusalz. Während in den Wintern 2009/10 und 2010/11 jeweils gut 300 Tonnen benötigt wurden, waren es im jüngsten Winter gerade einmal 80 Tonnen – so wenig wie selten zuvor. Die Folge: Das Lager des Baubetriebshofs ist mit rund 320 Tonnen prall gefüllt. „Wir müssen mit Blick auf den kommenden Winter nichts einkaufen“, sagte Matulinski. Das kann den Kämmerer freuen: Die im städtischen Etat für den Einkauf von Streusalz eingestellten 30000 Euro (das entspricht dem Wert von etwa 400 Tonnen Streusalz) können somit auf den nächsten Haushalt übertragen werden – ein echter Spareffekt.

 Die im Winter normalerweise mit jahreszeitbedingten Tätigkeiten beschäftigten Mitarbeiter des Baubetriebshofs hätten „selbstverständlich nicht Däumchen gedreht“, betonte Burger. Das weitestgehende Ausbleiben eines Winterdienstes habe den Mitarbeitern ermöglicht, Bäume zu fällen oder zu beschneiden und an geeigneten Stellen Pflaster zu reparieren.

 Völlig unabhängig von nicht aufgetretenen Frostschäden wird der Baubetriebshof nach den Worten von Matulinski im Mai die routinemäßigen Reparaturarbeiten an Straßen aufnehmen. Dafür stehen im Jahresetat der Stadt rund 200000 Euro bereit. Dafür wird die sogenannte „Teer-Kolonne“ mit ihren drei, vier Mitarbeitern losgeschickt. Arbeitsfähig ist dies Reparaturteam immer bei Temperaturen oberhalb von 15 Grad. „Nur dann bindet das Füllmaterial in erforderlicher Weise ab“, erläuterte der Straßenbauexperte.

 Jedes Jahr würden stadtweit zwar alle Straßen inspiziert, „aber nicht jedes Jahr kommt auch jede Straße dran“, so Matulinski. Es werde nach dem Kriterium der Dringlichkeit vorgegangen.

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