Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Kinder erhalten Ausgleich

Stadthagen Kinder erhalten Ausgleich

Möglichst schon im Oktober soll laut Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel für Kinder am Brandshof hölzernes Spielgerät aufgestellt werden – eine Ausgleichsmaßnahme für den umzäunten Hügel, auf dem zwei alte Buchen wachsen und der Kindern derzeit nicht mehr zum Toben zur Verfügung steht.

Voriger Artikel
Umleitung zur Autoschau
Nächster Artikel
Ahrens bleibt weg

Zwei Buchen, die „Wächterinnen des Brandshofs“, dominieren den gesperrten Hügel. Ein neues Schild weist auf die Maßnahme hin.

Quelle: sk

Stadthagen. Die Bäume waren in ihrem Bestand gefährdet, weil der Hügel seit Generationen gern zum Klettern und Buddeln genutzt und Erdreich abgetragen wurde. Andererseits waren zuletzt auch Menschen auf dem Areal gefährdet. Ein Schild, das in eher schroffem Ton das Betreten des Hügels verbat, ist inzwischen ausgetauscht worden. Jetzt dankt der Hinweis für Verständnis für die Schutzmaßnahmen und klärt über „notwendigen Wurzelschutz und vorbeugende Gefahrenabwehr“ auf. Und es ist vom „Abschluss der gesamten Baumaßnahmen“ die Rede.

 Das Kreisforstamt plant nicht nur die Installation von naturgemäßem Spielgerät für Kinder. Seidel: „Immerhin haben wir den Kindern einen Spielplatz weggenommen.“ Das Forstamt will außerdem mit Bildtafeln über die Historie des Ortes aufklären. Hinter der Schutzschütte, die der Verkehrsverein Wendthagen-Ehlen vor etwa 30 Jahre errichtet hat, beginnt der sogenannte Erwerbslosenweg. Diesen haben Bürger als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Anfang der dreißiger Jahre angelegt. Durch die Zeitspanne werde die Maßnahme oft mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Jedoch sei das Projekt vor der Machtergreifung durchgeführt worden, klärte Seidel auf.

 Der Hügel sei ebenfalls in dieser Zeit angelegt worden und war früher einmal höher als heute. Die beiden Buchen auf ihrem erhöhten Standort wirken auf Seidel wie „Wächterinnen des Brandhofs“ und würden ein Entrée in den Wald kennzeichnen. Seidel wies daraufhin, dass beide Bäume, die jahrzehntelang nebeneinander gewachsen seien, in ihrem Erhalt aufeinander angewiesen seien. Das bloß liegende Wurzelwerk der „Wächterinnen“ ist vor dem Einzäunen des Hügels mit einer nährstoffarmen Sandsteinverwitterung aus dem Obernkirchener Steinbruch abgedeckt worden. Gewohntes Substrat soll laut Seidel die Wurzeln umgeben und keine bodenchemische Veränderung.

KOMMENTAR von Verena Insinger

Die Empörung über die Sperrung der Bäume war groß. Generationen sind auf dem Erdhügel rumgeklettert und haben ihre ersten Berührungen mit der Natur gemacht. Umso mehr freut es mich, dass das Kreisforstamt umgehend reagiert hat. Das nicht kindgerechte Warnschild ist weg, und ein Maulwurf macht die Besucher nun auf die Sperrung aufmerksam. Und der Landkreis sorgt für Ersatzkletterspaß. Schnell und unbürokratisch, Hut ab!

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Kreisforstamt schafft „Wichtelwald“ zum Klettern, Spielen und Entdecken
Mit viel Schwung: Die „Pützelzwerge“ nehmen die Spielelemente im neu geschaffenen „Wichtewald“ in Beschlag.

Der bei Kindern beliebte Baumhügel am Brandshof ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr begehbar und eingezäunt. Das Kreisforstamt hat darum gleich nebenan einen Ausgleich zum Toben und Klettern geschaffen: den „Wichtelwald“.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg