Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Klassik trifft Zukunft

Autoschau in Stadthagen Klassik trifft Zukunft

Knatternde Motoren, knallende Türen, fachsimpelnde Besucher – die Fußgängerzone Stadthagens ist bei der Autoschau zum Hoheitsgebiet für Kraftfahrzeuge geworden. Viele Besucher zeigten sich vor allem von der Auswahl an Oldtimern angetan und fühlten sich beim Anblick der Autos in ihre Jugend zurückversetzt.

Voriger Artikel
Drei Jubiläen für einmaliges Engagement
Nächster Artikel
Von Pfauen und Pferden

Andrang in der Stadthäger Innenstadt: Die Autoschau erweist sich in Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag einmal mehr als Besuchermagnet.

Quelle: tro

STADTHAGEN. Einheimische und Gäste von außerhalb nutzten das sonnige Wetter für einen Spaziergang durch die Innenstadt, zum Staunen über Design und Technik – und vielfach auch zum Probesitzen im Traumauto.

Die wohl größte Faszination übten die zahlreichen Oldtimer aus. „So ein Modell hab ich ja noch nie gesehen“, entfuhr es einer Besucherin – sie blickte dabei erstaunt auf den Messerschmitt Kabinenroller KR 200, mit dem der Seggebrucher Thilo Zahn angereist war. Glücklicherweise stand der Eigentümer direkt neben seinem Gefährt aus dem Jahr 1960 und beantwortete bereitwillig Fragen. „Wir sind auch schon zu viert darin gefahren. Ich, meine Frau und zwei Kleinkinder“, erzählte er. Sogar der Hund hätte noch Platz gefunden – erstaunlich angesichts des winzigen weißen Fahrzeugs. „Mit Anlauf kommt man damit auf gut 90 Stundenkilometer.“

„Als ich 18 war, waren die in Mode“

Einer anderen Besucherin hatte es derweil der Oldtimer gleich daneben angetan – ein knallroter und auf Hochglanz polierter Alfa Romeo Spider 2000 Veloce. Sie fühlte sich in ihre Jugend zurückversetzt: „Als ich 18 war, waren die in Mode. Das konnte ich mir damals aber nicht leisten – und heute bin ich zu alt dafür“, sagte die 58-Jährige.

Natürlich staunten die Besucher aber auch die zahlreichen modernen Modelle der Autohäuser Becker-Tiemann (BMW, Mini), Stelzer (Toyota), Schulze (VW, Skoda), Heim Automobile (Hyundai), Albert Sebening Fahrzeugverkauf (Ford), Fahrzeughaus Matz (Renault, Dacia) und Nissan Kleinemeier. Diese waren nicht nur mit klassischen, sondern auch mit zukunftsweisenden Modellen vorgefahren. Um es mit den Worten eines Betrachters zu sagen: „Das ist ein Hybrid, Mama – den machst du an und denkst, er ist immer noch aus.“ Fazit vom Fahrersitz aus: genauso komfortabel wie ein Benziner.

Neben den schmucken und vielseitigen Oldtimern und Autos der Händler zogen noch andere Kraftfahrzeuge zahlreiche Blicke auf sich. Zum einen nutzten viele Kinder die Möglichkeit, um beim Stadthäger Motor Club einmal im Kart aufs Gas zu treten. An der Marktstraße hatten sich zum anderen die Stadthäger Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) postiert – und echte Hingucker dabei: ihre Einsatzfahrzeuge. Zum einen moderne, wie man ihnen auf der Straße begegnet. Aber auch historische, wie zum Beispiel das Tanklöschfahrzeug „TLF 16/53“, Baujahr 1957, Höchstgeschwindigkeit 83 Stundenkilometer, von der Stadt 1962 gebraucht für 22000 Mark erworben. Nach einem Motorschaden und zahlreichen weiteren Defekten war es veräußert worden, der „Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge & Gerätschaften“ kaufte es aber zurück und restaurierte es umfassend. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat – seit über zehn Jahren ist der „Magirus“ wieder fahrbereit. tro

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr